Deutschland bereit für das Achtelfinale gegen die Elfenbeinküste

Deutschland bereit für das Achtelfinale gegen die Elfenbeinküste

Nach dem beeindruckenden 7:1-Sieg gegen Curacao plant Bundestrainer Julian Nagelsmann, seine Startelf für das nächste Spiel nicht zu verändern. Ein Sieg am Samstag würde Deutschland vorzeitig den Einzug ins Achtelfinale sichern.

Toronto – Als die deutsche Fußball-Nationalmannschaft am Freitag in Toronto eintraf, wurde ihnen schnell bewusst, dass Kanada auch in der zweiten Juni-Hälfte stark mit Eishockey verbunden ist. Auf den Straßen um das BMO Field, wo die offizielle FIFA-Pressekonferenz stattfand, waren viele Menschen in den blauen Trikots der Toronto Maple Leafs unterwegs. Obwohl die NHL-Saison für das Team vor zwei Monaten endete, da sie die Playoffs verpassten, erreichte das Farmteam, die Toronto Marlies, das Finale in der AHL, und im angrenzenden Coliseum fand das Calder-Cup-Finale gegen die Chicago Wolves statt.

Julian Nagelsmann, der in seiner Jugend ebenfalls Eishockey spielte, konzentrierte sich jedoch ausschließlich auf das Fußballstadion, in dem normalerweise der Toronto FC spielt. Nach den Hallenerfahrungen im texanischen Houston erwartet seine Mannschaft am Samstag (16 Uhr Ortszeit / 22 Uhr MESZ) eine ganz andere Atmosphäre. „Es ist schön offen, der Wind weht durch, das ist gut für den Rasen“, erklärte der Bundestrainer, und fügte hinzu: „Am Stadion wird es nicht liegen“, falls das angestrebte Ergebnis gegen die Elfenbeinküste nicht erreicht werden sollte. Mit drei Punkten aus dem zweiten Spiel und insgesamt sechs wäre der Weg ins Sechzehntelfinale geebnet – ein Beispiel, das die USA, einer der Gastgeber der WM, am Nachmittag bereits vorzeigte. „Viel Power“ habe er bei den Amerikanern wahrgenommen, lobte Nagelsmann.

Er erwartet auch von der ivorischen Mannschaft ein kraftvolles Auftreten. Taktisch könnten sie schwer zu durchschauen sein, was ein möglicher Trend in dieser WM sein könnte, da die Teams in ihren Grundordnungen variieren. Sogar Curacao hatte dies getan. In der überraschenden Situation von 1:1 kam die Trinkpause Nagelsmann gelegen. Dennoch hat die Einführung dieser Pausen bei diesem Turnier keinen Einfluss auf seine grundsätzliche Herangehensweise. Er sieht Fußball nach wie vor als ein Spiel mit zwei Halbzeiten und nicht mit vier Vierteln. „Die Spieler sollen in erster Linie trinken. Drei Minuten sind für eine tiefgehende Analyse zu kurz. Als Trainer hat man für 30, 40 Sekunden die Möglichkeit, kleine Anpassungen vorzunehmen. In einem lauten Stadion erreicht man auch nicht immer alle“, erläuterte er.

An der Aufstellung wird sich voraussichtlich nichts ändern. „Wir warten die Nacht ab, ob alle fit und gesund sind“, sagte Nagelsmann, fügte jedoch hinzu: „Es gibt keinen offensichtlichen Grund, an der Startelf etwas zu verändern. Never change a 7:1 winning team...“

Was den Gegner betrifft, ist bekannt, dass der Leipziger Shooting-Star Yan Diomande im Blickfeld steht. Auch Nicolas Pepé (31) vom FC Villarreal ist Nagelsmann aufgefallen. Für die Elfenbeinküste steht Stürmer Elye Wahi zur Verfügung, der von Eintracht Frankfurt nach Nizza ausgeliehen ist. In Frankreich laufen Ermittlungen gegen ihn im Zusammenhang mit einer möglichen Spielmanipulation, nachdem er anscheinend absichtlich eine Gelbe Karte erhalten hatte. Wahi spielte im ersten WM-Match der Ivorer gegen Ecuador von Beginn an, aber die kanadischen Behörden hatten zunächst seine Einreise verweigert, was sie jedoch später revidierten.

Julian Nagelsmann äußerte sich zu dieser Situation: „Er ist nicht mein Spieler, es ist nicht mein Thema.“ Wenn er jedoch etwas dazu sagen wollte, dann: „Ich bin sehr für Fairness im Sport.“ Dies ist zumindest eine interessante Geschichte, während Toronto am Samstag dem Fußball gewidmet ist.

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