Deutschland scheidet überraschend bei der WM aus - Nagelsmann spricht über seine Zukunft

Deutschland scheidet überraschend bei der WM aus - Nagelsmann spricht über seine Zukunft

Deutschland hat überraschend die Fußball-Weltmeisterschaft verlassen. Bundestrainer Julian Nagelsmann äußerte sich nach dem Ausscheiden über seine eigene Zukunft.

Boston – Das schlimmste Szenario für den deutschen Fußball ist Realität geworden. Nach einer durchwachsenen Vorrunde schied die DFB-Auswahl im Elfmeterschießen gegen Paraguay aus und verlor mit 3:4. ZDF-Experte Christoph Kramer kritisierte: „Man darf gegen Paraguay nicht in die Verlängerung kommen. Wir haben erlaubt, dass sie so spielen, und beschweren uns am Ende über eine Schiedsrichterentscheidung. So etwas darf niemals geschehen.“

Die Niederlage bringt Bundestrainer Julian Nagelsmann in den Fokus. Nach dem Viertelfinalaus bei der EM vor zwei Jahren hatte er noch scherzhaft erklärt, er wolle den WM-Titel holen. Dieses Ziel ist nun gescheitert, da sein Team nicht über die Runde der besten 32 Mannschaften hinausgekommen ist – ein ähnliches Schicksal wie bei den letzten beiden Turnieren, bedingt durch die geringere Teilnehmerzahl.

Dennoch machte Nagelsmann deutlich, dass er bereit ist, weiterzumachen. „Ich stehe zur Verfügung. Ich bin niemand, der wegläuft. Das ist ausgeschlossen“, betonte er im ZDF. Auch gegenüber Magenta TV erklärte er: „Ich bin bereit, wenn man das möchte. Wenn man das nicht möchte, muss man mir das sagen.“

Ob er tatsächlich die Möglichkeit dazu erhält, bleibt abzuwarten. Im Turnierverlauf lief nicht alles optimal. „Insgesamt war unser Ballbesitz sehr langsam. Schließlich haben wir irgendwann auf Brechstange umgestellt und mehr Bälle in den Strafraum gespielt, was zum Tor führte. Das hätten wir noch 10-12-mal mehr machen können“, analysierte der Trainer die Niederlage.

Nagelsmann vermisste den entscheidenden Durchbruch bei seinem Team. „Mit Punch meine ich, dass wir gerade in den ersten 25 Minuten keine Duelle im gegnerischen Sechzehner gewonnen haben oder ein Foul gezogen haben“, so Nagelsmann. „Heute hatten wir zum ersten Mal 2 oder 3 Freistöße aus 25, 30 Metern. In den drei Spielen davor hatten wir, glaube ich, nicht ein einziges.“

Ob der 38-Jährige nun an der Lösung dieser Probleme mitwirken darf, ist ungewiss. „Von der Verantwortlichen Seite her schreit das schon nach Konsequenzen. Das kann ich nicht anders sagen“, forderte Mats Hummels bei Magenta TV. „Die Heim-EM wird mir immer noch zu positiv dargestellt. Auch die beiden anderen Turniere waren enttäuschend. Daher muss dies ein Thema sein, sowohl für den Bundestrainer selbst als auch für den Verband.“

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