Deutschland startet WM-Kampagne gegen Curacao
Am Sonntag beginnt Deutschland seine WM-Kampagne gegen Curacao. Die Spieler des DFB zeigen sich entspannt und hoffen auf eine explosive Stimmung.
Winston-Salem – Lagerkoller oder Langeweile in der ruhigen Stadt Winston-Salem? Davon kann keine Rede sein: Die DFB-Elf fühlt sich bislang pudelwohl. Nach fünf Tagen im Basecamp in der Kleinstadt in North Carolina lässt sich feststellen, dass der Verband mit seiner Quartierwahl eher in Richtung Campo Bahia als Watutinki tendiert – und die DFB-Stars selbst sind der beste Beweis dafür.
Am Donnerstag veröffentlichte der Verband Fotos seiner Spieler, die bestens gelaunt am und im Pool ihrer Unterkunft „The Graylyn Estate“ zu sehen sind. Im Hintergrund wurde eine Leinwand aufgestellt, auf der die Profis gemeinsam das Auftaktspiel zwischen Mexiko und Südafrika (2:0) verfolgten. Das Bild des Tages ist jedoch ohne Zweifel: Florian Wirtz, der kopfüber ins Wasser springt.
Dieses Foto könnte als perfekte Metapher für die aktuelle Lage dienen: Wirtz und seine Teamkollegen haben die Möglichkeit, Fußball-Deutschland wieder zum Beben zu bringen und ihre Mannschaft wie in den besten Zeiten zu unterstützen. Die Stimmung, die die DFB-Stars derzeit ausstrahlen, passt dazu: Assan Ouedraogo und David Raum lieferten am Mittwoch eine der unterhaltsamsten Pressekonferenzen seit langem, während Nico Schlotterbeck und Jonathan Tah am Donnerstag begeistert übereinander sprachen.
Die Vorfreude auf das Spiel am Sonntag (19 Uhr, alle TV-Infos hier) und ein erhofftes Schützenfest ist entsprechend groß. Tah äußerte sich zum WM-Start: „Ich freue mich auf das Turnier und weiß aus meinem Umfeld, dass die Vorfreude in Deutschland noch nicht so groß ist“, sagte der Innenverteidiger und fügte hinzu: „Ich möchte, dass die Euphorie kommt. Aber dafür können wir selbst sorgen und müssen es auch.“
Sein Innenverteidiger-Kollege Schlotterbeck erklärte, was die deutsche Mannschaft auszeichnet: „Ich sehe bei uns eine gute Mischung aus jungen Spielern und solchen, die auf ihrem Höhepunkt sind“, sagte er. „Ich merke, dass sich alle Spieler brutal auf das Turnier freuen. Am Sonntag wollen wir das erste Mal zeigen, wie gut wir sind.“
Fußballdeutschland hätte sicherlich nichts dagegen und würde bei einem Erfolgserlebnis schon bald Kopf stehen – genau wie Florian Wirtz, der es bereits am Pool vorlebt.