Deutschland trifft auf Neuling Curacao bei der WM
Deutschland steht zu Beginn der WM vor einer Premiere: Im Duell gegen Curacao, die zum ersten Mal an einer Weltmeisterschaft teilnimmt, wird es für das DFB-Team spannend. Der Trainer des WM-Neulings sorgt mit einer klaren Ansage für Aufsehen.
Bei der Auslosung der WM-Gruppen am Freitag, dem 5. Dezember, hatte die Losfee ein einladendes Los für die deutsche Nationalmannschaft parat. Mit der Elfenbeinküste, Ecuador und dem Neuling Curacao hat das DFB-Team laut Julian Nagelsmann eine "machbare" Gruppe erwischt. Dennoch wird die Vorrunde für Deutschland alles andere als ein Spaziergang.
Insbesondere Curacao, das sich als kleinster Teilnehmer der WM-Geschichte mit einer geringen Einwohnerzahl qualifiziert hat, geht mit viel Selbstvertrauen ins Turnier, das in den USA, Kanada und Mexiko stattfindet. "Wir arbeiten hart und sind immer ein unangenehm zu spielender Gegner", erklärte Curacao-Trainer Dick Advocaat nach der Auslosung.
Der erfahrene Trainer, der zwischen 2004 und 2005 bei Borussia Mönchengladbach tätig war, sieht seine Mannschaft nicht chancenlos gegen die WM-Gegner. "Wir sind schwer zu schlagen. Jeder unserer Gegner muss also sehr gut spielen", betonte der 78-Jährige. Unabhängig vom Turnierverlauf ist die Qualifikation für Curacao bereits der größte Erfolg in der Geschichte des kleinen Inselstaates.
"Curaçao wird zum ersten Mal bei einem großen Turnier antreten, jedes Spiel wird aufregend sein", sagte Advocaat. "Es ist gut für die Insel und gut für die Spieler." Bundestrainer Nagelsmann warnte vor Überheblichkeit und stellte klar, dass das DFB-Team gegen die "Wundertüte" Curacao, den Afrikameister Elfenbeinküste und Ecuador "von Beginn an gefordert" sein wird. "Das ist nichts, wo wir leicht durchmarschieren werden."
Generell wird die Gruppe von vielen als "deutlich zu schwach" eingeschätzt. Besonders nach den letzten WM-Auftritten des DFB-Teams ist die Nagelsmann-Elf dazu aufgerufen, keinen Gegner zu unterschätzen. Bei den letzten beiden Turnieren scheiterte die deutsche Nationalmannschaft bereits in der Vorrunde. 2018 trafen sie auf Schweden, Mexiko und Südkorea, während es 2022 gegen Japan, Spanien und Costa Rica ging.
Trotzdem ist Deutschland in Gruppe E der klare Favorit. Es müsste einiges schiefgehen, damit sich das Team zum dritten Mal in Folge nach der Gruppenphase verabschiedet. Immerhin kommen bei der auf 48 Teilnehmer erweiterten Endrunde auch die acht besten Gruppendritten weiter. Der Anspruch der DFB-Elf ist unbestritten, als Gruppensieger in die K.o.-Phase einzuziehen – doch zuvor müssen Curacao und die anderen Gegner besiegt werden.