DFB-Team erzielt überzeugenden Sieg gegen Luxemburg in der WM-Qualifikation
Das DFB-Team hat sich in hervorragender Form präsentiert. Auch die Spieler des FC Bayern hatten einen erfolgreichen Abend.
Sinsheim – Die deutsche Nationalmannschaft hat einen entscheidenden Sieg in der WM-Qualifikation 2026 errungen. Nach einem schwierigen Start mit einer 0:2-Niederlage gegen die Slowakei und einem mühsamen 3:1-Sieg gegen Nordirland zeigte sich das Team von Julian Nagelsmann gegen Luxemburg deutlich verbessert. Mit einem 4:0 (2:0) in Sinsheim dominierte die DFB-Elf die Partie über die gesamte Spielzeit und übernahm dank der gleichzeitigen Niederlage der Slowakei die Tabellenführung in Gruppe A.
„Wir waren von Anfang an präsent, haben früh Druck gemacht und kaum etwas zugelassen“, analysierte David Raum, der mit seinem ersten Länderspieltor den Torreigen eröffnete. Bundestrainer Nagelsmann zeigte sich zufrieden: „Galligkeit und Gier waren gut. Wir hätten noch mehr Tore erzielen können, aber das war ein verdienter Sieg.“
Deutschland begann druckvoll und jubelte bereits nach vier Minuten über ein vermeintliches Tor – jedoch erkannte der VAR den Treffer von Serge Gnabry aufgrund eines Handspiels ab. Kurz darauf machte David Raum (12.) es besser und verwandelte einen Freistoß sehenswert zum 1:0. Die nächste VAR-Szene folgte bald: Nach einem Handspiel von Dirk Carlson im Strafraum gab es nicht nur Elfmeter, sondern auch die rote Karte für den Luxemburger Verteidiger.
Joshua Kimmich (21.) verwandelte den Elfmeter sicher und stellte früh die Weichen auf Sieg. Der Videobeweis prägte die Anfangsphase: Zuerst das aberkannte Tor, dann die Szene, die das Spiel entscheidend beeinflusste. Mit einem Spieler mehr dominierte die DFB-Elf das Geschehen und ließ den 96. der Weltrangliste kaum noch über die Mittellinie kommen.
Nagelsmanns Team kombinierte mit viel Tempo, spielte variabel über die Flügel und hätte zur Halbzeit bereits höher führen können. Doch erst nach dem Seitenwechsel fiel die endgültige Entscheidung. In der zweiten Hälfte machte die deutsche Mannschaft kurzen Prozess. Serge Gnabry (48.) erhöhte auf 3:0, bevor Kapitän Kimmich (50.) mit seinem zweiten Treffer des Abends das 4:0 markierte.
Besonders bemerkenswert war, dass Nagelsmann Kimmich überraschend wieder auf der rechten Abwehrseite einsetzte – jener Position, die er zuletzt eigentlich aufgegeben hatte. Doch der Bayern-Star lieferte prompt: Zweikampfstark, offensiv präsent und mit Torgefahr. „Er hat sich im wahrsten Sinne des Wortes für die Mannschaft eingesetzt“, kommentierte Nagelsmann mit einem Augenzwinkern.
Spätestens in der Schlussphase zeigte sich, wie gut die Mannschaft wieder harmoniert. Als Kimmichs Hose nach einem Zweikampf riss, griff das Betreuerteam kurzerhand zum Tacker, um das Kleidungsstück zu reparieren – ein Detail, das sinnbildlich für den neuen Einsatzwillen und den Teamgeist steht.
Die Körpersprache stimmte, ebenso die Spielweise. Florian Wirtz traf mit einem Freistoß noch den Außenpfosten (62.), und Nathaniel Brown feierte sein Länderspieldebüt. Deutschland schöpft nach dem klaren Erfolg neue Zuversicht und reist mit breiter Brust zum nächsten Spiel nach Nordirland. (Dieser Artikel entstand in Kooperation mit FCBinside.de)