Die Zukunft der Schulbusse in den USA
Die USA sind bekannt für ihre charakteristischen gelben Schulbusse, die auch im Jahr 2026 noch im ganzen Land anzutreffen sein werden. Doch sind sie tatsächlich noch im Einsatz? Ein Blick in das WM-Tagebuch.
Winston-Salem – Wenn man an England denkt, welches ikonische Bild fällt einem ein? Wahrscheinlich die rote Telefonzelle. Und was kommt einem in den Sinn, wenn es um die USA geht? Ein Schulbus. Gelb, mit leuchtenden Lichtern, Spiegeln und einem markanten Kühlergrill – keineswegs flach. Diese Fahrzeuge, die aus zahlreichen Filmen bekannt sind, ziehen die Aufmerksamkeit auf sich, selbst wenn sie stillstehen.
Mein erster Erkundungsspaziergang in Winston-Salem führte mich zu mehr als 30 dieser auffälligen Busse. Ich zähle sie: Ja, so viele stehen auf einem asphaltierten Platz im Universitätsviertel, wo die Aktivitäten der deutschen Mannschaft stattfinden. Mein erster Gedanke: Tatsächlich haben sie noch diese alten Fahrzeuge im Einsatz.
Mein zweiter Gedanke: Warum sieht man keine von ihnen in Bewegung? Liegt es an den Ferien? Als ich mich dem Parkplatz nähere, wird mir klar: Keiner dieser wunderschönen Busse ist mehr in Betrieb. Es ist niemand hier, und die Fahrertüren der über 30 Schulbusse stehen offen.
Es scheint, als wäre der Fahrer gerade ausgestiegen; im Fußraum seines Platzes hat sich das angesammelt, was manchmal herunterfällt. In einem Bus liegt am Einstieg sogar ein motortechnisches Teil. Obwohl nur auf einem Bus „Out of Service“ auf die Windschutzscheibe geschrieben steht, ist klar: Sie sind alle außer Betrieb.
Die Busse mit der Aufschrift „North Carolina Public Schools“ sind allesamt von Mercedes. Man hat Respekt vor der Ingenieurskunst und der Lebensdauer dieser Motoren. Man wirft sie nicht einfach in die Schrottpresse oder stellt sie herzlos auf einen Autofriedhof. Sie stehen da, als würden sie noch gebraucht werden – ein Gnadenhof für Schulbusse. Wenn die Mannschaft einen ruhigen Moment erleben möchte …