DR Kongo überrascht mit Unentschieden gegen Portugal bei der WM 2026

DR Kongo überrascht mit Unentschieden gegen Portugal bei der WM 2026

Die Demokratische Republik Kongo hat zum Auftakt der WM 2026 für eine große Überraschung gesorgt, indem sie gegen den Favoriten Portugal ein 1:1-Unentschieden erzielte. Der gefeierte Held des Abends, Yoane Wissa, sicherte dem Außenseiter den ersten WM-Punkt in der Verbandsgeschichte.

Nach seinem Ausgleichstreffer kannte der Jubel der kongolesischen Fans keine Grenzen. „Wir haben auf dem Trainingsplatz das Tanzen geübt. Wir tanzen immer“, erklärte der Angreifer lächelnd. Gemeinsam mit seinen Teamkollegen führte Wissa einen ausgelassenen Jubeltanz auf, was diesen Punktgewinn gegen den Favoriten zu einem historischen Moment für die Demokratische Republik Kongo machte.

Wissa hätte diesen Augenblick jedoch beinahe nie erlebt. Im Jahr 2021 wurde er Opfer eines brutalen Angriffs, als eine psychisch angeschlagene Frau in sein Haus eindrang und ihn mit Säure attackierte. Berichten zufolge versuchte sie, seine Tochter zu entführen. Wissa erlitt schwere Gesichtsverletzungen und musste sich einer Notoperation an den Augen unterziehen. Zeitweise bestand sogar die Gefahr, dass er sein Augenlicht verlieren könnte.

Doch der Stürmer kämpfte sich zurück. Die Ärzte konnten seine Sehkraft retten, und Wissa kehrte auf den Fußballplatz zurück. Nach starken Leistungen beim FC Brentford wurde er kürzlich von Newcastle United für mehr als 60 Millionen Euro verpflichtet. Trotz zwischenzeitlicher Verletzungsprobleme setzte er sich dort im Sturmzentrum gegen den DFB-Star Nick Woltemade durch.

Sein Weg zur Nationalmannschaft war ebenfalls alles andere als gewöhnlich. Wissa wurde in Frankreich geboren, seine Eltern stammen jedoch aus der Demokratischen Republik Kongo. Bereits im Alter von 16 Jahren nahm er sein Schicksal selbst in die Hand und kontaktierte den kongolesischen Fußballverband über Facebook. Damals war die Hoffnung auf eine spätere Nationalmannschaftskarriere noch vage, doch Wissa blieb hartnäckig und verfolgte seinen Traum unbeirrt weiter.

In seiner Heimat wird er liebevoll „Kovo“, was „Glatzkopf“ bedeutet, genannt. Über sich selbst sagte Wissa einmal: „Die Wahrheit ist, ich bin nicht der talentierteste Spieler. Was mich antreibt, ist, dass ich es liebe, hart zu arbeiten.“ Nach seiner außergewöhnlichen Lebensgeschichte, dem überstandenen Säureangriff und dem historischen WM-Tor gegen Portugal, zweifelt kaum jemand daran, dass genau diese Mentalität ihn zu einem der bemerkenswertesten Helden dieser WM gemacht hat.

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