Drama in Hamburg: Dortmunds Comeback endet mit späten Ausgleich
Der Kapitän von Borussia Dortmund feierte sein Comeback gegen den Hamburger SV, doch der späte Ausgleich trübt die Freude über die Rückkehr. Nach dem Spiel teilte er seine Einschätzung mit.
Hamburg – Ein packendes Bundesliga-Duell zwischen dem Hamburger SV und Borussia Dortmund endete mit einem dramatischen 1:1-Unentschieden. Der BVB kontrollierte das Spiel über weite Strecken und ging durch ein Tor von Carney Chukwuemeka in Führung. Doch in der siebten Minute der Nachspielzeit erzielte Ransford-Yeboah Königsdörffer den umjubelten Ausgleich für den HSV. Dieser späte Treffer kostete Dortmund den sicher geglaubten Sieg und sorgte für Enttäuschung bei den Gästen.
Für BVB-Kapitän Emre Can war es ein besonderer Abend: Nach 173 Tagen Verletzungspause kehrte er auf das Spielfeld zurück. „Ich muss ehrlich sagen, ich hatte heute noch einige Wehwehchen. Es war nicht alles rund, aber ich habe mich fit gefühlt“, erklärte Can in der Mixed Zone, unter anderem gegenüber Absolut Fussball, dem Fußballportal von Home of Sports. „Es war schön, wieder auf dem Platz zu stehen, aber ich hätte lieber gewonnen.“
Obwohl Cans Rückkehr emotional war, äußerte der 31-Jährige nach der Partie auch Kritik an den Ballbesitzphasen seines Teams: „Wir hatten zu kurze Ballbesitzphasen. Wir waren nicht abgeklärt oder clever genug, und da müssen wir besser Fußball spielen und den Ball besser halten.“ Besonders störte ihn die Vielzahl an Flanken, die der HSV in den Strafraum schlagen konnte.
„Ich komme leider nicht mehr an den Ball. Sehr, sehr unglücklich und bitter, weil ich glaube, dass wir ein ordentliches Spiel gemacht haben“, erklärte Can seine Frustration über das späte Gegentor, bei dem sich Königsdörffer im Kopfballduell gegen ihn und Abwehrkollegen Nico Schlotterbeck durchsetzte. Der Treffer hatte sich jedoch angedeutet: „Die Minuten vor dem 1:1 müssen wir viel besser Fußball spielen“, so Can.
Trainer Niko Kovac setzte in diesem wichtigen Spiel auf Cans Erfahrung und Routine. „Er war der Kapitän, er war der Impulsgeber“, erklärte Kovac und zeigte sich zufrieden mit Cans Leistung nach der langen Pause. Doch trotz der individuellen Klasse von Can und seinen Mitspielern reichte es am Ende nicht für den erhofften Sieg.
Der Blick richtet sich nun auf die kommenden Aufgaben. Der BVB empfängt als Nächstes den VfB Stuttgart und hofft, aus den Fehlern des Hamburg-Spiels zu lernen. Emre Can bleibt optimistisch: „Ich hoffe, dass wir es in den nächsten Wochen wieder besser machen.“ Die Mannschaft muss sich steigern, um in der Bundesliga weiterhin erfolgreich zu sein. Der späte Ausgleich in Hamburg soll als Warnung dienen, die Konzentration bis zum Schlusspfiff hochzuhalten.