Ebola-Ausbruch trübt WM-Vorfreude der DR Kongo
Die Vorfreude auf die Teilnahme der Demokratischen Republik Kongo an der WM wird durch den Ebola-Ausbruch im eigenen Land getrübt. Die Nationalmannschaft ist ebenfalls betroffen.
Die Vorbereitung der Demokratischen Republik Kongo auf die WM 2026 wird von den Folgen des Ebola-Ausbruchs im Land überschattet. Ein für den 9. Juni geplantes Testspiel gegen Chile in Spanien musste abgesagt werden. Die Begegnung sollte in La Línea de la Concepción nahe Gibraltar stattfinden, wurde jedoch kurzfristig von den örtlichen Behörden untersagt.
Der Grund für diese Entscheidung war die Sorge um mögliche Gesundheitsrisiken. Der Bürgermeister von La Línea, Juan Franco, verbot die Austragung des Spiels per Dekret und folgte damit einer Empfehlung des andalusischen Gesundheitsdienstes. „Ich habe soeben das Dekret unterzeichnet, mit dem das für den kommenden 9. Juni im städtischen Stadion geplante Spiel zwischen den Nationalmannschaften der Demokratischen Republik Kongo und Chile nicht genehmigt wird“, sagte er in einer Tonaufnahme.
Franco nannte gesundheitliche Vorsichtsmaßnahmen im Zusammenhang mit dem Ebola-Ausbruch, der Mitte Mai in der Provinz Ituri im Nordosten des Landes ausgerufen wurde, als Begründung. Im Lager der kongolesischen Nationalmannschaft stößt die Absage auf Unverständnis. Nationaltrainer Sébastien Desabre betonte, dass sein Team alle von der FIFA vorgegebenen Gesundheits- und Sicherheitsstandards einhalte. Zudem hätten alternative Optionen zur Verfügung gestanden.
„Es gibt andere Stadien, die Möglichkeit, unter Ausschluss der Öffentlichkeit zu spielen, und mehrere Optionen“, so der Trainer der DR Kongo vor dem Freundschaftsspiel seines Teams gegen Dänemark in Belgien am 3. Juni. Die Ebola-Situation hat bereits weitere Auswirkungen auf die WM-Vorbereitung des Teams. Ein zuvor geplantes Trainingslager in Kinshasa wurde abgesagt, stattdessen bereitet sich die Mannschaft im Ausland auf das Turnier vor.
Auch die USA haben aufgrund der Situation besondere Maßnahmen angekündigt: Für die Einreise zur Weltmeisterschaft soll sich das Team 21 Tage lang in einer abgeschotteten Umgebung, einer „Blase“, aufhalten. Dies erklärte Andrew Giuliani, der WM-Verantwortliche des Weißen Hauses. Zum Auftakt trifft die DR Kongo in der WM-Gruppenphase am 17. Juni auf Portugal, gefolgt von Begegnungen gegen Kolumbien (25. Juni) und Usbekistan (29. Juni).