Ein denkwürdiger Abstiegskampf des VfB Stuttgart
Ein Spiel, das in die Geschichte des VfB Stuttgart eingehen wird, fand am 14. Mai statt, als der Verein am letzten Spieltag der Saison 2021/22 im eigenen Stadion gegen den 1. FC Köln antreten musste.
Die Besorgnis über einen möglichen Abstieg war bei den Fans spürbar, ebenso wie die Hoffnung, dass die Mannschaft die drohende Relegation abwenden könnte. An diesem besonderen Fußballtag lag eine besondere Atmosphäre in der Luft, die die Fans im Nachhinein als unvergesslich empfinden werden.
Der Spielverlauf war von Schicksal geprägt. Sasa Kalajdzic brachte die Stuttgarter in der 12. Minute in Führung, doch Anthony Modeste glich in der 59. Minute aus und sorgte zunächst für Enttäuschung im Neckarstadion. Hoffnung keimte jedoch auf, als Erling Haaland im Parallelspiel den Ausgleich für Borussia Dortmund gegen Hertha BSC erzielte.
Die entscheidende Wende brachte schließlich Youssoufa Moukoko, der Dortmund in Führung schoss. Die Tatsache, dass das Schicksal des VfB von einem anderen Spiel abhing, verlieh diesem Tag eine besondere Bedeutung. Die Fans, die durch das Ergebnis aus Dortmund neuen Mut schöpften, wollten ihre Begeisterung sofort auf das Spielfeld übertragen.
Von der Tribüne aus war ein drückendes Gefühl zu spüren, als ob die Energie der Stuttgarter Anhängerschaft direkt auf die Spieler überging. Ein Gefühl der Sicherheit mischte sich mit der Hoffnung, dass es an diesem Tag nicht anders als gut ausgehen könnte. Und so kam es, wie es kommen musste.
„Das komplette Fleisch liegt auf dem Grill“, kündigte Kommentator Wolff-Christoph Fuss die entscheidende Ecke an. Wataru Endo nutzte diese Gelegenheit und köpfte den Ball zum 2:1 ins Netz. Der VfB war gerettet. Es folgte ein Platzsturm, ausgelassene Jubelsprints des damaligen Trainers Pellegrino Matarazzo und des ehemaligen Sportdirektors Sven Mislintat.
Die Intensität dieser Emotionen verdeutlichte VfB-Legende Hansi Müller, der als Spieler und Europameister mit Deutschland einen Aufstieg mit dem VfB feierte. Er bemerkte: „Den Geräuschpegel nach dem 2:1 habe ich als Spieler und als Fußballer nie erlebt.“