Eintracht Frankfurt erleidet Niederlage gegen Union Berlin

Eintracht Frankfurt erleidet Niederlage gegen Union Berlin

Eintracht Frankfurt hat gegen Union Berlin verloren, was bei den Hessen für großen Frust sorgt. Sportvorstand Markus Krösche analysiert die Situation.

Frankfurt – Nach dem überzeugenden 5:1-Sieg gegen Galatasaray Istanbul am Donnerstagabend folgte ein herber Rückschlag in der Bundesliga mit einer 3:4-Niederlage gegen Union Berlin. In einer turbulenten Partie setzten sich die Köpenicker letztlich durch. Selbst eine beeindruckende Choreographie der Fans, die das 100-jährige Bestehen des Waldstadions feierten, konnte die bittere Pleite nicht abwenden.

Markus Krösche zeigte sich nach dem Spiel verärgert und äußerte: „Das war eine verdiente Niederlage, weil wir naiv Fußball gespielt haben. Wir geraten in Rückstand, weil wir ins Pressing von Union spielen. Generell hatten wir keine gute Restverteidigung, und dann werden wir im eigenen Stadion ausgekontert.“

Im Angriff fehlte es zudem an Durchschlagskraft gegen die gut organisierte Abwehr der Berliner. Krösche betonte: „Die Restverteidigung war diesmal unser großes Thema.“ Die Eintracht kassiert insgesamt zu viele Gegentore; neun Treffer in vier Bundesliga-Partien sind problematisch. Häufige individuelle Fehler, insbesondere von Hugo Larsson und Nnamdi Collins, sorgten für zusätzliche Unsicherheiten.

Die Gründe für die defensive Anfälligkeit bezeichnete Krösche als „komplex“. Er erklärte: „Wir müssen die Umschaltmomente besser verteidigen und haben zu viele Ballverluste.“ Das junge Team sei „ein bisschen zu naiv und euphorisch“ aufgetreten und müsse konsequenter gegen den Ball arbeiten. Gegen einen tiefstehenden Block ist es wichtig, Positionen und Linien schneller zu überspielen.

Zu viele Ballkontakte, häufige Zweikämpfe, technische Unsicherheiten im Spiel nach vorne und eine offene Defensive führten insgesamt dazu, dass trotz drei erzielter Tore kein Punkt gesichert werden konnte. „Wir haben uns von Union den Schneid abkaufen lassen“, resümierte Krösche. Ein Problem mit der Einstellung sah er jedoch nicht; „Moral und Mentalität haben gestimmt“.

Nach zwei Niederlagen in der Bundesliga gibt es im Umfeld des Vereins bereits kontroverse Diskussionen über die Transferaktivitäten des vergangenen Sommers. Hätte der Kader nicht mit mehr Erfahrung im defensiven Mittelfeld ausgestattet werden müssen? Wäre ein zusätzliches Element im Angriff hilfreich gewesen? Ist die Personaldecke ausreichend für die Herausforderungen auf mehreren Hochzeiten?

Diese Fragen werden den Verein bis zum Winter-Transferfenster begleiten. Allerdings hatte die Niederlage gegen Union Ursachen, die wenig mit diesen Themen zu tun haben. Die Eintracht muss die Anzahl individueller Fehler drastisch reduzieren; auch die Schläfrigkeit zu Beginn der Spiele (dreimal in Folge das 0:1 in den ersten zehn Minuten) sollte schnellstmöglich abgestellt werden.

Für die Eintracht steht am kommenden Samstagabend (18:30 Uhr) das Auswärtsspiel bei Borussia Mönchengladbach an, bei dem es darum geht, die vergangenen Tage zu verarbeiten. Die Mannschaft feierte gegen Galatasaray gemeinsam das Champions-League-Debüt. Möglicherweise war der mentale Sprung diesmal zu groß. Doch genau darauf wird es ankommen, wenn sich das Team in den Top 4 festsetzen möchte.

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