Eintracht Frankfurt: Jean-Matteo Bahoya beeindruckt mit Doppelpack
Eintracht Frankfurt hat stark in die neue Saison gestartet. Besonders hervorzuheben ist ein Offensivspieler, der mit seinem ersten Doppelpack in der Profikarriere glänzte.
Im ersten Spieltag der Bundesliga gegen Werder Bremen, das mit 4:1 gewonnen wurde, zeigte die Offensive von Eintracht Frankfurt eine beeindruckende Leistung. Trotz des Abgangs der beiden Topstürmer Omar Marmoush und Hugo Ekitiké, die nun in Manchester und Liverpool spielen, bleibt der Angriff der Hessen weiterhin torgefährlich. Neben Can Uzun ragte insbesondere Jean-Matteo Bahoya heraus.
Der Franzose hatte bereits im DFB-Pokal gegen den FV Engers (5:0) die Pflichtspielsaison eröffnet und erzielte nun seinen ersten Doppelpack in der Profi-Laufbahn. Bahoya äußerte sich begeistert: „Es ist ein fantastisches Gefühl. Wenn du einmal triffst, willst du auch zweimal oder dreimal treffen. Das passiert nicht immer.“
Als linke Flügelspieler zählt Bahoya zu den strahlenden Persönlichkeiten im Kader, doch er beschränkt sich nicht nur auf diese Rolle. Er zeigt Ehrgeiz und hat sich das Ziel gesetzt, die 15-Tore-Marke von Ekitiké zu übertreffen, wobei er sich selbst sogar 20 Treffer oder mehr zutraut. Möglicherweise war er im Überschwang der Gefühle etwas zu optimistisch, weshalb man nicht zu streng mit der Zählung seiner Tore sein sollte.
Diese jugendliche Euphorie ist genau das, was Eintracht Frankfurt benötigt. Bahoyas Weiterentwicklung folgt einem klaren Muster. Er wechselte im Januar 2024 als 18-Jähriger für etwa acht Millionen Euro aus der zweiten Liga Frankreichs in die Mainmetropole. Eintracht Frankfurt hatte zu diesem Zeitpunkt den richtigen Riecher, während das komplizierte Punktesystem in England einen Wechsel in die Premier League verhinderte.
Wäre Bahoya nach einem Transfer auf die Insel, etwa zu Brighton, gewechselt, wäre er sofort verliehen worden. In Frankfurt hingegen war die Situation anders. Trainer Dino Toppmöller gab ihm die Zeit, die er für seine Entwicklung benötigte. Schritt für Schritt zeigte Bahoya seine Qualitäten und wurde nach dem Abgang von Marmoush zu einem wichtigen Bestandteil des Teams, sammelte seine ersten Tore und Vorlagen auf höchstem Niveau.
Toppmöller erklärte: „Jean-Matteo kam aus der zweiten Liga in ein anderes Umfeld. Die Qualität der Gegner war höher. Es ist normal, dass ein Spieler Zeit benötigt.“ Inzwischen hat Bahoya in Bezug auf Körperlichkeit und taktisches Verständnis einen Fortschritt gemacht. Besonders in Bezug auf die Torgefahr habe er „den größten Schritt“ gemacht.
Sein Spielstil erinnert an Thomas Müller, wenn Bahoya ballfern nach innen rückt und plötzlich am zweiten Pfosten auftaucht. Auch an seinem Kopfballspiel hat der U21-Nationalspieler gearbeitet. Es bleibt spannend zu beobachten, ob Bahoya diese Leistung konstant abrufen kann. Wird er seltener abtauchen? Kann er auch in engen Partien Akzente setzen und physisch dagegenhalten?
Der nächste Härtetest steht am kommenden Samstag in Hoffenheim an. Laut Informationen von Absolut Fussball, dem Fußballportal von Home of Sports, werden Scouts aus England im Stadion sein und genau hinschauen. Bahoya ist bis 2029 an die Hessen gebunden und hat das Potenzial, der nächste Spieler zu werden, der Eintracht Frankfurt 50, 60 oder sogar 70 Millionen Euro einbringt.
Bis dahin ist es jedoch noch ein langer Weg. Nicht jeder Außenverteidiger wird ihm so viel Freiraum lassen wie Julian Malatini. Besonders in der Champions League wird die Qualität der Gegenspieler steigen. Für Bahoya sollte die Leistung gegen Bremen der Maßstab sein. Sein Werdegang in den vergangenen Monaten ist jedenfalls vielversprechend, mit zehn Scorerpunkten in 1.619 Einsatzminuten.