Eintracht Frankfurt: Kristensen verletzt, Sorgenfalten beim Trainer

Eintracht Frankfurt: Kristensen verletzt, Sorgenfalten beim Trainer

Eintracht Frankfurt muss erneut einen Rückschlag hinnehmen, nachdem Abwehrspieler Rasmus Kristensen nach einem heftigen Zusammenprall mit einer blutenden Nase ausgewechselt werden musste. Trainer Dino Toppmöller bezeichnete die Situation als „Hiobsbotschaft“ für das Team.

Im Bundesliga-Spiel gegen Werder Bremen, das mit einem 3:3-Unentschieden endete, hatte Arnaud Kalimuendo früh für die Eintracht getroffen. Doch der Schock folgte in der achten Minute, als Kristensen im Zweikampf mit Werders Isaac Schmidt unglücklich zu Boden ging und dabei unabsichtlich von dessen Stollen im Gesicht getroffen wurde. Das medizinische Team der Frankfurter eilte sofort zur Hilfe, da Kristensen stark blutete.

Die Behandlung zog sich über mehrere Minuten hin, während der vierte Offizielle immer wieder den Einsatz von Kristensen verhinderte, da die Blutung nicht gestoppt werden konnte. Trotz der Umstände scherzte der 28-Jährige sogar mit den Werder-Fans, während er an der Seitenlinie behandelt wurde. Kurz nach Beginn der zweiten Halbzeit musste er erneut vom Platz, da die Blutung wieder einsetzte.

In der 52. Minute entschied sich Toppmöller schließlich, den wichtigen Verteidiger auszuwechseln. Der Verlust Kristensens machte sich sofort bemerkbar: Beim 2:2-Ausgleich der Bremer fehlte er genau in der Position, wo der Ball hereinkam. „Er fehlte leider beim 2:2, bei der Standardsituation genau vorne in dieser Position“, erklärte Toppmöller nach dem Spiel.

Der Trainer sprach von einer weiteren „Hiobsbotschaft“ und betonte: „Wir müssen schauen. Es ist die nächste Hiobsbotschaft, aber am Ende müssen wir das auch schlucken und irgendwie kompensieren.“ Kristensen war in der vergangenen Saison ein entscheidender Faktor für den Weg der Eintracht in die Champions League, erzielte fünf Treffer, davon drei im entscheidenden Saisonendspurt. Toppmöller konnte stets auf den konstanten Verteidiger zählen, der zu den Leistungsträgern des Teams gehört.

Sollte sich der Verdacht auf einen Nasenbruch bestätigen, steht Toppmöller vor der Herausforderung, seine Defensive umzustellen. Wahrscheinlich wird er auf eine Viererkette mit Nnamdi Collins, Robin Koch, Arthur Theate und Nathaniel Brown zurückgreifen müssen. Die Verletzungssorgen bei der Eintracht reißen nicht ab: Bereits Hugo Larsson fällt verletzt aus, und nun droht auch Kristensen auszufallen. Dies stellt eine zusätzliche Belastung für Toppmöller dar, der ohnehin unter Druck steht. Wie lange der Däne tatsächlich ausfällt, wird sich in weiteren Untersuchungen zeigen.

Die Eintracht muss nun beweisen, dass sie auch ohne ihren Mentalitätsspieler bestehen kann. Das 3:3-Unentschieden in Bremen zeigt, dass die Mannschaft trotz der Ausfälle kämpferische Qualitäten besitzt. Bereits am kommenden Mittwoch wartet mit dem Auswärtsspiel in der Champions League gegen Qarabag Agdam die nächste Herausforderung – und Toppmöller hofft, dass sein Team die Ausfälle kompensieren kann.

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