Eintracht Frankfurt: Perfekter Saisonstart und positive Prognosen
Eintracht Frankfurt steht derzeit im Fokus des Fußballinteresses. Nach der erstmaligen Qualifikation für die Champions League über die Liga hat das Team einen hervorragenden Saisonstart hingelegt.
Mit drei Siegen aus drei Pflichtspielen hat Eintracht Frankfurt den perfekten Start in die neue Saison gefeiert. Während der Pokalerfolg gegen den Amateurverein Engers fest eingeplant war, waren die souveränen Siege gegen Werder Bremen (4:1) und in Hoffenheim (3:1) durchaus überraschend. Aktuell belegen die Adlerträger den zweiten Tabellenplatz hinter dem FC Bayern, und laut einem ehemaligen SGE-Star könnte dies auch langfristig so bleiben.
Andreas Möller, der fünf Jahre lang das Trikot von Eintracht Frankfurt trug, äußerte sich in der Sport Bild optimistisch: „Bayern-Jäger? Warum denn nicht! Ich sehe in der Bundesliga jedenfalls nicht viele andere Vereine.“ Möller verweist darauf, dass der BVB in der vergangenen Saison lange Zeit schwächelte, RB Leipzig sich nicht für internationale Wettbewerbe qualifizierte und Bayer Leverkusen bereits seinen Trainer entlassen hat.
Die Eintracht lobte der 58-Jährige in höchsten Tönen: „Eintracht hat eine unglaubliche Homogenität, einen Teamspirit. Dieser Zusammenhalt mit dem Umfeld und den Fans trägt einen, und das ist ein echtes Faustpfand.“ Nach den Abgängen von Hugo Ekitiké, Kevin Trapp und Tuta habe Frankfurt „gut nachjustiert, setzt auf junge Spieler und spielt zudem einen attraktiven Fußball mit Tempo und Dynamik“, so der Weltmeister von 1990.
Daher traut Möller Eintracht Frankfurt zu, in der oberen Tabellenregion zu bleiben. „Und das wäre auch gut, sonst wird die Bundesliga langweilig, wenn Bayern wieder schnell davonzieht“, bemerkte er. Der Sportvorstand Markus Krösche hingegen bremste die Euphorie. „Es ist jetzt der zweite Spieltag. Wir haben es gut gemacht, aber ich glaube, dass man so ein Fazit immer erst nach zehn Spieltagen ziehen kann“, relativierte er nach dem Sieg gegen die TSG Hoffenheim.
Krösche stellte fest, „dass die Jungs länger zusammen sind und die Automatismen bereits greifen“. Er bescheinigte der Elf von Dino Toppmöller eine starke Frühform: „Von daher ist es schön.“ Für ein erstes Urteil sei es jedoch noch viel zu früh. Nach den besagten zehn Spieltagen wolle er gerne eine Bilanz ziehen, „aber nicht jetzt“, betonte der SGE-Boss. Eintracht-Legende Möller war in seinen Einschätzungen bereits optimistischer.