Eintracht Frankfurt plant Transfers und Bayern München zeigt Interesse an Nathaniel Brown
Der Linksverteidiger Nathaniel Brown steht möglicherweise vor einem Wechsel zum FC Bayern München. Mit den potenziellen Einnahmen könnte die Eintracht Arnaud Kalimuendo aus Nottingham verpflichten.
Wenn alles nach Plan verläuft, wird der aufstrebende Spieler, der allgemein als Nene bekannt ist, im Auftaktspiel der deutschen Nationalmannschaft bei der WM gegen Curacao in der Startelf stehen. Brown hat es geschafft, den extrovertierten David Raum zu überholen und wird voraussichtlich von Beginn an auf dem Platz stehen.
Bundestrainer Julian Nagelsmann hat bereits lobende Worte für Brown gefunden. „Ich glaube, er weiß noch gar nicht, wie gut er ist“, betont der Trainer und hofft, dass Brown mehr Selbstvertrauen entwickelt. „Er tritt etwas zu bescheiden auf für das, was er kann.“ Nagelsmann sieht es als seine Aufgabe an, dem talentierten Spieler mehr Selbstvertrauen zu geben, da er außergewöhnliche Fähigkeiten besitzt.
„Er ist extrem schnell, sowohl physisch als auch mental“, sagt Nagelsmann. Brown ist ein Spieler mit Instinkt, dem eine große Zukunft bevorsteht. Sein bescheidenes Auftreten könnte jedoch auch aus seiner schwierigen letzten Saison in Frankfurt resultieren.
In einer Woche wird Brown 23 Jahre alt und es ist wahrscheinlich, dass er nicht mehr für die Eintracht spielen wird. Vor den globalen Titelkämpfen stehen zahlreiche Interessenten Schlange, darunter der FC Barcelona, Real Madrid und der FC Arsenal. Letzterer wird jedoch wohl leer ausgehen.
Die Bayern gelten als Favoriten im Rennen um Brown, und die Verantwortlichen der Eintracht erwarten, dass der Transfer nicht mehr lange auf sich warten lässt. Brown selbst hat offenbar den Wunsch, zu den Bayern zu wechseln, und die Münchner sehen in ihm den idealen Spieler: ein deutscher Nationalspieler aus der Region mit hervorragender Mentalität und Perspektive.
Obwohl die Bayern nicht dafür bekannt sind, hohe Ablösesummen in der Bundesliga zu zahlen, wird der Deal für Brown voraussichtlich nicht an fünf Millionen Euro scheitern. Die Eintracht hält rund 60 Millionen Euro für einen marktgerechten Preis und wird diese Summe voraussichtlich erzielen, mit oder ohne Bonuszahlungen.
Die Einnahmen aus dem möglichen Brown-Transfer werden nicht die einzigen sein. Trotz einer enttäuschenden Saison hat die Eintracht mehrere Spieler im Kader, die bei anderen Vereinen begehrt sind. Neben Brown könnte auch Can Uzun für rund 50 Millionen Euro den Verein verlassen.
Uzun soll jedoch als zentraler Spieler der Offensive gehalten werden. Bei anderen Spielern wie Jena-Matteo Bahoya, Hugo Larsson oder Arthur Theate wäre der Verein jedoch bereit, einen Wechsel zuzulassen. Dies gilt auch für Ellyes Skhiri, Fares Chaibi und Torwart Michael Zetterer, die jedoch nicht so hohe Ablösesummen einbringen würden.
Bei Larsson hofft die Eintracht auf 30 bis 35 Millionen Euro, während Bahoya in einer ähnlichen Preisklasse liegt. Für Theate, der von Nottingham Forest und AFC Bournemouth umworben wird, sollten mindestens 15 Millionen Euro drin sein, möglicherweise sogar mehr, falls er bei der WM überzeugt.
Zusätzlich gibt es kalkulierte Einnahmen von Elye Wahi und Noel Futkeu. Wahi hat eine starke Halbserie bei OGC Nizza gespielt und steht mit der Elfenbeinküste im Fokus der WM. Für ihn sollten etwa 20 Millionen Euro möglich sein, während die Eintracht für Futkeu mit rund zehn Millionen Euro rechnet. Trainer Adi Hütter wird sich zunächst ein Bild von Futkeu machen, doch intern glauben viele, dass ein Verkauf des 23-Jährigen die sinnvollste Option wäre.
Wenn sich mehrere Millionen-Deals realisieren lassen, könnte die Eintracht einen ernsthaften Versuch unternehmen, Stürmer Arnaud Kalimuendo aus Nottingham zu verpflichten. Die 27 Millionen Euro, die im Leihvertrag festgelegt sind, wird der Verein jedoch nicht zahlen, könnte aber bereit sein, etwa 20 Millionen Euro zu investieren. Solche Investitionen, wie sie in der vergangenen Saison bei Jonathan Burkardt und Ritsu Doan getätigt wurden, sind jedoch auf absehbare Zeit in Frankfurt nicht mehr zu erwarten.