Eintracht Frankfurt: Potenzielle Mega-Transfers im Sommer
Eintracht Frankfurt könnte im kommenden Sommer zwei Schlüsselspieler verlieren, was dem Verein potenziell eine Rekordsumme von rund 100 Millionen Euro einbringen könnte.
In der aktuellen Bundesliga-Saison kämpft Frankfurt um einen Platz in den internationalen Wettbewerben. Nach 26 Spieltagen belegt die SGE den siebten Platz und strebt die Teilnahme am Europapokal an. Sportvorstand Markus Krösche arbeitet bereits hinter den Kulissen an der Finanzplanung für den Sommer, da die wirtschaftliche Situation angespannt ist.
Laut Sport Bild droht im laufenden Geschäftsjahr ein Defizit von bis zu 20 Millionen Euro. Im Vorjahr verzeichnete der Verein bereits ein Minus von 8,3 Millionen Euro. Hohe Gehälter, kostspielige Bundesliga-Transfers wie Ritsu Doan und Jonathan Burkardt sowie steigende Ausgaben für die Mannschaft und das Staff belasten das Budget. Sollte die Eintracht den Einzug in die Europa League oder die Conference League verpassen, könnte der Verkaufsdruck im Sommer erheblich steigen.
Die größten Hoffnungsträger auf dem Transfermarkt sind Nathaniel Brown und Nnamdi Collins. Brown, der 2024 für lediglich drei Millionen Euro vom 1. FC Nürnberg verpflichtet wurde, hat sich zu einem Stammspieler entwickelt und könnte sogar eine erneute Berufung in die Nationalmannschaft erhalten. Die Schmerzgrenze für die Eintracht soll bei mindestens 60 Millionen Euro liegen, und mehrere europäische Topklubs zeigen Interesse. Trotz einer zehnprozentigen Weiterverkaufsbeteiligung für Nürnberg wäre ein solcher Deal ein finanzieller Jackpot für die SGE.
Auch für Collins gibt es zahlreiche Interessenten, insbesondere aus der Premier League. Der FC Liverpool, Arsenal, Newcastle und Manchester City beobachten den 22-Jährigen, der für etwa 700.000 Euro vom BVB kam. Laut exklusiven Informationen von Absolut Eintracht liegt die Forderung der SGE zwischen 35 und 40 Millionen Euro. Collins’ Wechsel zu Star-Berater Moussa Sissoko hat die Spekulationen über einen Sommerwechsel angeheizt, obwohl der Spieler selbst beteuert, nichts davon zu wissen.
Falls die Eintracht nach der Saison tatsächlich auf hohe Einnahmen aus Spielerverkäufen angewiesen ist, könnten die Transfers beider Spieler rund 100 Millionen Euro in die Kassen spülen, bei minimalen ursprünglichen Investitionen von zusammen etwa vier Millionen Euro. Mit einem solchen Doppel-Deal hätte der Verein auch ohne Europapokal finanziellen Spielraum und könnte auf den Abgang weiterer Leistungsträger wie Can Uzun verzichten.
Kürzlich gab es vereinzelt Stimmen, die das Transfermodell von Sportvorstand Markus Krösche als gescheitert bezeichneten. TV-Experte Steffen Freund äußerte sich bei Absolut Eintracht : „Für mich ist das kein Scheitern. Markus Krösche hat einen hervorragenden Job gemacht.“ Der Fall Brown und Collins zeigt einmal mehr, wie das Frankfurter Transfermodell funktioniert.