Eintracht Frankfurt setzt auf eigene Talente mit Rückkehrer Elias Baum

Eintracht Frankfurt setzt auf eigene Talente mit Rückkehrer Elias Baum

Eintracht Frankfurt strebt den Durchbruch eigener Talente an. Ein Rückkehrer plant, nach einer erfolgreichen Leihe, den großen Sprung in die erste Mannschaft.

Frankfurt – Die Summen auf dem europäischen Transfermarkt haben stark zugenommen. Für Talente aus Dänemark oder Belgien werden mittlerweile über 20 Millionen Euro gezahlt. Wenn Eintracht Frankfurt anklopft, wird oft noch intensiver verhandelt. Sportvorstand Markus Krösche hat sich in der Branche als harter, aber fairer Verhandlungspartner einen Namen gemacht.

Unterhalb der großen Klubs wie Manchester City, FC Chelsea, Real Madrid, Bayern München oder Paris Saint-Germain verfolgt die Eintracht eine Philosophie, die viele anstreben: Juwelen frühzeitig zu entdecken, vergleichsweise günstig zu verpflichten und sie nach ein, zwei oder drei Jahren für ein Vielfaches des Kaufpreises weiterzuverkaufen. Die Folge dieser Strategie?

Mit steigender Nachfrage steigen auch die Preise. Für die Eintracht bedeutet dies, dass sie noch schneller handeln muss, um beispielsweise den damals 16-jährigen Love Arrhov für knapp unter fünf Millionen Euro zu verpflichten. Das Risiko steigt, da der Werdegang in diesem Alter schwieriger zu kalkulieren ist.

Alternativ wird die eigene Jugendarbeit intensiviert. Diese Säule liegt seit Jahren brach. Der letzte Spieler aus der eigenen Jugend, der nach seinem Sprung zu den Profis einen finanziellen Ertrag für den Verein brachte, war Luca Waldschmidt im Sommer 2016, als der Hamburger SV 1,3 Millionen Euro überwies.

Unter Krösche wurden in den letzten Jahren schrittweise Anpassungen vorgenommen. Könnte der Klub nun den ersten großen Erfolg ernten? Elias Baum ist derzeit der Hoffnungsträger. Der gebürtige Frankfurter hat alle Jugendjahrgänge durchlaufen und sammelte unter Trainer Dino Toppmöller in der Saison 2023/24 die ersten Minuten in der ersten Mannschaft, bevor er auf Leihbasis nach Elversberg wechselte.

Baum spielte 3.260 Minuten und verpasste den Aufstieg mit den Saarländern nur knapp gegen den 1. FC Heidenheim (2:2/1:2). Zudem wurde er U21-Nationalspieler. NLZ-Leiter Alexander Richter äußerte sich im Gespräch mit Eintracht TV zufrieden: „Es ist großartig, dass Elias zurück ist. Die Leihe war hervorragend, er hat viele Spielminuten auf Zweitliga-Niveau gesammelt.“

Der 19-Jährige steht nun vor dem nächsten Schritt. Es ist ein großer Sprung zu seinem Heimatverein, der sich für die Champions League qualifiziert hat. „Die Stimmung rund um Elias ist positiv. Aber jetzt steht eine ganz andere Herausforderung bevor“, blickte Richter voraus und lobte zugleich: „Er hat nicht nur fußballerische Qualität, sondern auch eine starke Mentalität.“

Richter betonte, dass Baum reifer geworden sei: „Das zeichnet ihn neben seinen vielen taktischen Fähigkeiten aus.“ Baum erzielte zuletzt im Testspiel gegen Louisville (5:2) einen Treffer, wo er als Linksverteidiger spielte. Auch diese Flexibilität ist ein wertvoller Faktor. Er ist fleißig, arbeitet hart und ist aufnahmefähig.

„Ich möchte mich täglich neu herausfordern. Das bringt mich weiter. Ich gehe mit offenem Visier in diesen Konkurrenzkampf und will mich durchsetzen“, sagte Baum im Sommer in einem Interview. Der Weg in die Mannschaft ist lang, da Frankfurt in den letzten Jahren qualitativ stark zugelegt hat.

Die Konkurrenz bei Eintracht Frankfurt ist enorm. Rasmus Kristensen ist die klare Nummer eins auf der rechten Verteidigerposition, gefolgt von Nnamdi Collins. Auf der linken Seite geht Nathaniel Brown mit großem Vorsprung in die Saison, während auch Niels Nkounkou noch im Kader steht. Baum wird Geduld benötigen. Richter bringt zum Ausdruck, was das gesamte Umfeld denkt: „Ich bin gespannt, wie er sich bei uns schlägt.“

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