Eintracht Frankfurt überrascht mit Dahouds Einsatz nach Kalimuendo-Verletzung
Eintracht Frankfurt hat auf die Verletzung von Arnaud Kalimuendo mit einer überraschenden Entscheidung reagiert: Mahmoud Dahoud wurde als Ersatz eingewechselt.
Im Waldstadion erlebten die Fans während des Spiels zwischen Eintracht Frankfurt und Borussia Mönchengladbach einen Schockmoment, als Kalimuendo nach einem heftigen Sturz auf die Schulter bereits in der 17. Minute ausgewechselt werden musste. Viele Zuschauer erwarteten, dass Ansgar Knauff als logischer Ersatz auf das Feld kommen würde.
Trainer Albert Riera hatte jedoch einen anderen Plan. Er brachte Mahmoud Dahoud, der normalerweise im zentralen Mittelfeld agiert und durchschnittlich 68 Ballberührungen pro Spiel hat. In dieser Partie verzeichnete Dahoud jedoch nach 74 Minuten nur 27 Ballkontakte, was auf eine hohe Bewegung ohne Ball hindeutet.
Der Einsatz des erfahrenen Mittelfeldspielers führte nicht zu einer Vielzahl von Positionswechseln, die möglicherweise Unruhe gebracht hätten. Riera erklärte: „Da uns Jonathan Burkardt noch fehlt, hatten wir keinen Stürmer auf der Bank. Und ich spiele gerne mit einer ‚falschen Neun‘.“
Für Dahoud war es in seiner 196. Bundesliga-Partie das erste Mal, dass er als Angreifer eingesetzt wurde. Dieser unerwartete Schachzug überraschte auch den Gegner. Dahouds ehemaliger Klub war auf diesen Plan offenbar nicht vorbereitet. Er zeigte sich agil, legte insgesamt 10,78 Kilometer zurück und war am zweiten Treffer mit einem cleveren Doppelpass mit Jean-Matteo Bahoya beteiligt.
Obwohl Dahoud für eine dauerhafte Rolle als Stürmer nur bedingt geeignet ist, da ihm gegen robuste Abwehrspieler die nötige Geschwindigkeit und Körperlichkeit fehlen, kann er in bestimmten Spielen mit seiner Ballsicherheit, Spielintelligenz und Erfahrung wertvolle Beiträge leisten. Die Flügelspieler Jean-Matteo Bahoya und Ayoube Amaimouni-Echghouyab bringen das erforderliche Tempo mit und können Dahouds Defizite ausgleichen.
Mit diesem Schachzug hat Riera bewiesen, dass er lösungsorientiert denkt. Kalimuendo durch Dahoud zu ersetzen und ihn in der Offensive agieren zu lassen, zeugt von einem tiefen Verständnis für Fußball und einem kreativen Ansatz. Der Spanier scheint mehrere Strategien in petto zu haben, und das Team folgt ihm. Der Wechsel von Kalimuendo zu Dahoud veränderte die Statik des Spiels und führte zu einer völlig anderen Herangehensweise.
Die Verwendung einer „falschen Neun“ zieht die Verteidiger weiter heraus und schafft mehr Raum für die Flügelspieler, die mit ihrem Tempo in die Lücken hinter die Abwehr eindringen können. Borussia Mönchengladbach fand in diesem Spiel keine Lösungen, während Riera nach vier Punkten aus seinen ersten beiden Partien und nur einem Gegentor vor der bevorstehenden Reise zum FC Bayern München eine etwas entspanntere Woche erwartet.