Eintracht Frankfurt verliert Benjamin Dzanovic ablösefrei an Admira Wacker
Die Eintracht Frankfurt muss einen ihrer vielversprechenden Talente ablösefrei ziehen lassen. Benjamin Dzanovic, ein 18-jähriger Flügelstürmer, wechselt zu Admira Wacker, wo er endlich die Chance auf erste Profiminuten erhält.
Nach dem Wechsel von Nathaniel Brown für 55 Millionen Euro (inklusive Boni) zum FC Bayern München ist Dzanovic nicht der einzige Youngster, der die Mainstadt verlässt. Da sein Vertrag mit Eintracht Frankfurt zum Monatsende ausläuft, erhält die SGE für seinen Abgang keinen Cent.
Admira Wacker, ein österreichischer Zweitligist, hofft, dass Dzanovic sich schnell in der ersten Mannschaft etablieren kann und dem Team im Kampf um den Aufstieg hilft. Obwohl er bislang keine Profiminuten sammeln konnte, hat Dzanovic in der Frankfurter U19 mit 21 Toren und 19 Vorlagen in 52 Einsätzen für Aufsehen gesorgt. Besonders in der vergangenen Saison erzielte er 18 Tore und bereitete 16 weitere Treffer vor.
„Mit Benjamin stößt ein hochveranlagter und bei Eintracht Frankfurt hervorragend ausgebildeter Flügelstürmer zu uns“, äußerte sich Wacker-Sportdirektor Ralf Muhr erfreut. „Seine Entscheidung für die Admira, trotz anderer attraktiver Angebote, ist vor allem unserer angepassten strategischen Ausrichtung zu verdanken“, erklärte er weiter.
Die neunmaligen österreichischen Meister haben in den letzten Jahren schwierige Zeiten durchlebt. Nach dem Abstieg 2022 hat sich der Klub jedoch schrittweise verbessert und kämpft nun wieder um den Aufstieg. In den letzten beiden Spielzeiten scheiterte man als Zweit- und Drittplatzierter knapp, da nur der Meister der Zweiten Liga aufsteigt. Die letzte nationale Meisterschaft liegt bereits seit 1966 zurück.
Mit einem jungen und entwicklungsfähigen Kader möchte Admira Wacker nun den Aufstieg ins Oberhaus schaffen, und Dzanovic passt perfekt in dieses Konzept. „Wir sind gespannt, wie schnell und nachhaltig es ihm gelingt, seine Offensivqualitäten nicht nur in der Datenpol Arena, sondern auch in den Stadien zu zeigen“, fügte Muhr hinzu. Dzanovic wird hauptsächlich auf dem linken Flügel eingesetzt, kann aber auch auf der rechten Seite oder im Zentrum spielen.
Obwohl Dzanovic in Frankfurt geboren wurde, hat er bisher alle Jugendmannschaften von Bosnien-Herzegowina durchlaufen. Ein Verbandswechsel wäre jedoch aufgrund der fehlenden A-Länderspiele noch möglich. Neben dem DFB könnte auch die serbische oder kroatische Nationalmannschaft in Betracht gezogen werden, da er auch die Staatsbürgerschaften dieser Länder besitzt.
Bevor Dzanovic jedoch an die A-Nationalmannschaft denkt, gilt es zunächst, sich bei seinem neuen Klub zu beweisen und erste Profiminuten zu sammeln. Es könnte sich bald als bedauerlich herausstellen, dass die Eintracht und möglicherweise auch der DFB dieses Talent haben ziehen lassen.