Eintracht Frankfurt verliert im Elfmeterschießen gegen Borussia Dortmund
Die Eintracht Frankfurt hat im Elfmeterschießen gegen Borussia Dortmund verloren. Der Matchwinner der Schwarz-Gelben enthüllte ein interessantes Detail.
Frankfurt – Vor dem DFB-Pokal-Duell mit Borussia Dortmund hatte Trainer Dino Toppmöller bekanntgegeben, dass seine Mannschaft nicht speziell für ein mögliches Elfmeterschießen trainiert hatte. So kam es, wie es kommen musste: Nach einem umkämpften Spiel setzte sich der BVB vom Punkt gegen die Eintracht durch, nachdem Ritsu Doan und Fares Chaibi ihre Schüsse vergaben.
Während Doan als zweiter Frankfurter den Ball über das Tor setzte, parierte Dortmunds Torwart Gregor Kobel den vierten Elfmeter der SGE und wurde damit zum Matchwinner. Alle Schützen des BVB trafen ins Netz. Nach dem Spiel offenbarte Kobel, dass er auf eine spezielle Analyse der gegnerischen Schützen verzichtet hatte.
Der Schweizer Torhüter begann das Elfmeterschießen, ohne zuvor die Schützen der Eintracht zu studieren. „Ich bin mir nicht sicher, wie entscheidend das wirklich ist“, sagte Kobel in einem Interview. Der 27-Jährige bewies eindrucksvoll, dass im Fußball nicht alles vorhersehbar oder planbar ist. Zudem gab er an, dass ihm nicht viele Alternativen blieben.
Für seine Vorbereitung auf die Frankfurter Elfmeterschützen seien „nur zwei Schützen im Video zu sehen“ gewesen. Daher, so Kobel, sei er „halb blind ins Elfmeterschießen gegangen“. Fares Chaibi, dessen Schuss er letztlich parierte, war zudem keiner der beiden Schützen, auf die Kobel sich vorbereitet hatte.
Abgesehen von seiner eigenen Leistung zeigte sich der BVB-Keeper sehr zufrieden mit dem Verlauf des Abends. „Unsere Elfmeterschützen haben einen extrem guten Job gemacht“, äußerte er sich bescheiden. „Es war ein hartes Spiel.“ Ob die nächste Partie des BVB ähnlich herausfordernd wird, bleibt abzuwarten.
Die Dortmunder sind bereits am Freitag, den 31. Oktober, in Augsburg gefordert. Die schwächelnden Schwaben finden unter dem neuen Trainer Sandro Wagner nicht in die Spur. Die Fuggerstädter verloren im eigenen Stadion mit 0:1 gegen den VfL Bochum und schieden somit in der zweiten Pokalrunde aus. Gegen den BVB steht also Wiedergutmachung auf dem Spiel.