Eintracht Frankfurts Kapitän fordert mehr Einsatz nach Niederlage gegen HSV
Die bittere Niederlage von Eintracht Frankfurt gegen den HSV hat auch bei SGE-Kapitän Robin Koch für Unmut gesorgt. In der Mixed Zone äußerte er sich klar und deutlich zu den verpassten Punkten und den Konsequenzen für den Kampf um internationale Plätze.
Nach der 1:2-Niederlage war Koch sichtlich enttäuscht. Er betonte, dass die Mannschaft unbedingt gewinnen wollte und dass ein Heimsieg notwendig gewesen sei. Besonders ärgerlich war für ihn, dass Frankfurt direkt nach dem eigenen Tor den Ausgleich kassierte. "Wir verlieren dann letztlich auch irgendwie zu Recht, weil wir nach unserem ersten Tor sofort ein Gegentor bekommen. Das war für mich einfach zu wenig", resümierte der Abwehrchef.
Die Reaktion der Eintracht-Fans, die ihre Mannschaft nach dem Spiel auspfiffen, kann Koch nachvollziehen. "Ich glaube, wir sind genauso frustriert. Angesichts der Ausgangslage war dieser Auftritt nicht ausreichend. Du hast jetzt noch zwei extrem schwere Spiele, und du musst hier zu Hause gewinnen. Da kann ich jeden Fan verstehen", erklärte er.
Koch machte deutlich, dass in der aktuellen Phase keine Debatten über Schönwetter-Fußball mehr geführt werden können. Er wies auf die Bedeutung des Saisonendspurts hin: "In den letzten drei Spielen, in denen es um alles geht, zählt nur der Sieg. Da müssen wir alles geben", forderte er. Der Spielplan und die taktische Ausrichtung seien nebensächlich, wenn die grundlegenden Tugenden nicht stimmen.
Wenn Koch über die Ziele spricht, fällt schnell das Stichwort "internationales Geschäft". Dafür, so betont er, seien jetzt andere Prioritäten notwendig. Es gehe nicht darum, alles taktisch perfekt zu lösen, sondern um die Basis. "Wir müssen sicherstellen, dass wir die grundlegenden Tugenden zeigen. Wir reden oft über Qualität", sagte er. Die Botschaft an seine Mitspieler ist klar: Laufbereitschaft, Zweikämpfe und Wille sind unerlässlich, um überhaupt über Europa sprechen zu können.
„Es geht mir nicht darum, dass wir hier perfekt spielen. Das ist auch nicht das, was unsere Fans verlangen“, erklärte er. Was zählt, fasst der Kapitän prägnant zusammen: „Es wird gefordert, dass sich jeder voll reinhängt. Darum geht es in den entscheidenden Spielen für das internationale Geschäft nächstes Jahr.“ Der Anspruch ist damit klar definiert – sowohl nach innen als auch nach außen.
Gleichzeitig wehrt sich Koch gegen den Eindruck, dass in der Mannschaft jeder nur für sich selbst spielt. Medien hatten den Eindruck geäußert, es sei eine „Elf-Ich-AG“ auf dem Platz. Auch das heutige Tor sei eher eine Einzelleistung als ein Teamerfolg. Koch widerspricht: „Ich weiß, dass wir ein intaktes Team in der Kabine haben. Daran liegt es sicher nicht.“ Das Problem sieht er nicht im Miteinander, sondern in der Umsetzung im entscheidenden Moment.
Trotz aller Frustration blickt Koch optimistisch nach vorne. Auf die Frage, was angesichts der aktuellen Verfassung und des Spielplans noch Hoffnung auf Europa mache, verweist er erneut auf die grundlegenden Aspekte – und weniger auf taktische Finessen. „Natürlich brauchst du in jedem Spiel einen Plan, aber jetzt musst du vor allem in den beiden Spielen gegen die Gegner alles geben“, fordert er.
Für die Eintracht bedeutet das: weniger reden, mehr liefern. Nach der 1:2-Niederlage zu Hause gegen den HSV hat Koch die Messlatte bewusst hochgelegt. Sein Ausblick ist gleichzeitig ein Auftrag an die Mannschaft – und ein Versprechen an die Fans.