Elye Wahi wird zum Pokalhelden für OGC Nizza

Elye Wahi wird zum Pokalhelden für OGC Nizza

Bei OGC Nizza spielt Elye Wahi plötzlich groß auf. Im Halbfinale des Coupe de France wird der Frankfurter Leihspieler zum Helden.

Nizza – Es war der Abend von Elye Wahi. Der 23-jährige Stürmer, der in Frankfurt nicht in die Spur kam und deshalb Anfang des Jahres nach Frankreich zu OGC Nizza verliehen wurde, avancierte dort im Halbfinale des Coupe de France zum Pokal-Helden. Zunächst traf er beim 2:0-Sieg gegen Racing Straßburg kurz nach der Pause zur Führung – in der Schlussphase legte er dann noch per Foulelfmeter einen zweiten Treffer nach.

Ausgerechnet Wahi also, der bei der Eintracht nie wirklich in Tritt kam, führte Nizza zum historischen Einzug ins Pokal-Finale. Dort geht es am 22. Mai im Pariser Stade de France gegen RC Lens um den ersten Pokalerfolg des Klubs seit 1997 – es wäre zugleich der insgesamt vierte Triumph in diesem Wettbewerb.

Für Wahi dürfte dieser Doppelpack weit mehr bedeuten als ein starker Halbfinalabend mit Nizza. Er ist zugleich auch die bislang deutlichste Bestätigung dafür, dass seine Leihe an die Côte d’Azur bislang durchaus Sinn ergibt – und für ihn sowie die SGE zum Wendepunkt werden könnte. In Frankfurt blieb Wahi bekanntlich den Erwartungen weit hinterher, in Nizza wirkt sein Spiel deutlich freier, direkter und zielstrebiger.

Mit seinen beiden Toren im Pokal-Halbfinale gegen Mainz-Schreck Racing Straßburg bestätigte der als Eintracht-Flop abgestempelte Angreifer nun seine gute Entwicklung der letzten Wochen. Nizza darf nun vom ersten Pokalsieg seit fast drei Jahrzehnten träumen – und Wahi hat sich mit seinem Auftritt zurück ins Rampenlicht geschossen. Das dürfte auch am Main mit Freude wahrgenommen werden.

Immerhin verbessert sich mit jeder starken Leistung von Wahi die Aussicht für die SGE, den Stürmer im Sommer gewinnbringend unterzubringen oder ihn zumindest mit neuer Perspektive zurückzubekommen. Dabei verlief für Wahi seit seiner Ankunft in Nizza nicht alles nach Plan. Noch im Februar verließ Wahi im Spiel gegen Olympique Lyon schon nach wenigen Sekunden unter Tränen den Platz, nachdem sich sein Knöchel bei einer unglücklichen Aktion verdreht hatte.

Damals wuchs die Sorge, dass der immer besser in Tritt kommende Stürmer erneut ausgebremst werden könnte. Nun scheint Wahi rechtzeitig zum Saisonendspurt wieder seine Form gefunden zu haben. Diese kann der 23-Jährige dank eines Verbandswechsels wohl auch bei der WM 2026 für die Elfenbeinküste unter Beweis stellen. Eine weitere gute Nachricht für die SGE.

Topics

Related news