Emotionale Reaktionen nach Niederlage von Borussia Dortmund gegen Bayern München

Emotionale Reaktionen nach Niederlage von Borussia Dortmund gegen Bayern München

Nach der Niederlage im Klassiker gegen den FC Bayern München sind die Emotionen beim BVB hochgekocht. Sportdirektor Sebastian Kehl suchte wütend die Kabine des Schiedsrichters Bastian Dankert auf, um seinem Unmut Luft zu machen.

Die Partie endete mit 1:2 für die Bayern, und neben der sportlichen Enttäuschung sorgte insbesondere die Schiedsrichterleistung für hitzige Diskussionen. Kehl war nach dem Abpfiff sichtlich aufgebracht und konfrontierte Dankert mit strittigen Entscheidungen, insbesondere dem umstrittenen 1:0 durch Harry Kane.

„In der ersten Halbzeit haben wir uns nicht gut präsentiert, wir haben schlecht gespielt. Es hat vieles nicht gepasst, und wir hatten Glück, dass wir nicht höher zurücklagen“, räumte Kehl gegenüber Bild ein. Trotz dieser Selbstkritik war seine Verärgerung über die Schiedsrichterleistung groß: „Mir hat die Balance in seiner Spielleitung gefehlt. Er hat viele Entscheidungen gegen uns gepfiffen.“ Vor seinem Besuch in der Schiri-Kabine hatte Kehl einige Szenen noch einmal auf den TV-Monitoren angesehen.

Besonders das erste Tor von Harry Kane sorgte für Diskussionen, da der englische Stürmer sich im Strafraum gegen Serhou Guirassy durchsetzte – aus Sicht des BVB möglicherweise mit unerlaubten Mitteln. Trainer Niko Kovac äußerte sich dazu: „Es war in dem Sinne keine Szene, wo man hätte pfeifen müssen. Aber der Schiedsrichter hatte insgesamt eine sehr kleinliche Linie, und konsequenterweise hätte er auch diese Szene pfeifen müssen.“ Dankert verteidigte hingegen seine Entscheidung: „Es sind keine zwei Hände im Rücken zu sehen. Eine Hand ist eher an der Hüfte von Guirassy, die andere geht hoch. Dieser Impuls, dieser Push ist nicht vorhanden.“

Während die Bayern ihren Sieg feierten, blieb in Dortmund der Frust zurück. Kehl betonte, dass die Niederlage nicht allein auf den Schiedsrichter zurückzuführen sei: „Ich kann schon differenzieren und sage nicht, dass unsere Leistung am Schiedsrichter lag.“ Dennoch wird der Ärger über die umstrittenen Entscheidungen in Dortmund wohl noch lange nachhallen.

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