England besiegt Norwegen und erreicht das WM-Halbfinale

England besiegt Norwegen und erreicht das WM-Halbfinale

England hat Norwegen besiegt und sich damit für das Halbfinale der WM qualifiziert. Eine umstrittene Tor-Szene sorgt jedoch für hitzige Diskussionen. Schiedsrichter-Experte Patrick Ittrich hat sich bemüht, diese Situation zu klären.

In New York erklärte Ittrich, dass er die Szene laut eigener Aussage 35 Mal hin und her gespult hat, ohne zu einem klaren Ergebnis zu kommen. Bei MagentaTV analysierte er eine umstrittene Situation aus dem Viertelfinale zwischen England und Norwegen: In der 45. Minute soll der Ball das Halteseil einer Spider-Cam berührt haben, bevor Jude Bellingham zum 1:1 traf. Ittrichs Fazit: die Situation bleibt unklar.

Die Regel ist eigentlich einfach: „Wenn der Ball gegen ein Gerät oder einen Gegenstand prallt, der nicht zum Spiel gehört, gibt es in der Regel einen Schiedsrichterball – allerdings nur, wenn dies einen Einfluss auf das Spielgeschehen hatte“, erklärte Ittrich. Der Knackpunkt ist, dass dieser Einfluss nicht eindeutig nachgewiesen werden konnte.

Die FIFA gab eine offizielle Erklärung ab: Der Connected Ball habe keinen Anstieg im „Herzschlag des Balls“ registriert – kein Kontakt, kein Problem. Ittrich akzeptierte dies, blieb jedoch skeptisch: „Das kann durchaus sein, aber ich habe die Szene auch 35 Mal analysiert und kann es nicht mit absoluter Sicherheit sagen.“

Schiedsrichter Turpin hatte die Szene nach Protest des norwegischen Keepers Ørjan Nyland überprüft, jedoch ohne eindeutiges Ergebnis. Für Ittrich ist die Sache regelkonform abgeschlossen: „Es liegt keine Fehlentscheidung vor, es handelt sich um eine Tatsachenentscheidung, die bestehen bleibt.“

Ex-Profi Mats Hummels stellte die Situation jedoch infrage. Der Weltmeister fragte im Studio, warum die Technik in der Lage sei, zu messen, ob ein Spieler den Ball mit den letzten Haarspitzen berührt, aber offenbar nicht, ob er ein Kabel über dem Spielfeld streift. Ittrich antwortete, dass er „fest davon ausgeht, dass das technisch machbar ist und man das messen kann“ – ob dies tatsächlich geschehen ist, wisse er jedoch nicht. Die Frage bleibt offen, genauso wie das Tor.

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