Entscheidungen bei Borussia Mönchengladbach vor dem DFB-Pokal
Bei Borussia Mönchengladbach steht eine bedeutende Entscheidung bevor, da Gerardo Seoane vor dem bevorstehenden DFB-Pokalspiel gegen Atlas Delmenhorst in den Mittelpunkt rückt.
In Mönchengladbach gibt es wenige Tage vor dem Pflichtspielauftakt einige offene Fragen. Unklar ist, ob nach dem Abgang von Ko Itakura auf dem Transfermarkt noch Aktivitäten stattfinden werden. Zudem ist die Startelf für die Partie, die eine Woche später in der Bundesliga gegen den Hamburger SV folgen könnte, noch nicht festgelegt.
Besonders im Fokus steht Cheftrainer Gerardo Seoane, der auch die Kapitänsfrage klären muss. In den vergangenen zwei Spielzeiten trugen Jonas Omlin und Julian Weigl die Kapitänsbinde, doch es gibt keine Garantien, dass dieses Duo auch weiterhin an der Spitze bleibt.
Seoane hat in den letzten Wochen seine Zufriedenheit mit den Kapitänen und dem Mannschaftsrat betont. Der Konkurrenzkampf im Tor zwischen Omlin und Moritz Nicolas bleibt jedoch offen. Nach dem ersten Testspiel gegen den FC Brentford am Freitag ist fraglich, ob Omlin weiterhin die Nummer eins bleibt.
Nicolas zeigte in Omlins Abwesenheit eine gute Leistung, abgesehen von einem Fehlpass vor dem 1:2. Es wäre ungewöhnlich, wenn ein Fehler in einem Testspiel die Entscheidung beeinflusst. Nicolas hat nach seiner Adduktorenverletzung im Februar eine zweite Chance verdient, die Omlin nach seinem schwierigen Jahr 2023/24 erhielt.
Wenn Omlin auf der Bank bleibt, wäre Weigl der logische Nachfolger als Kapitän. Der zentrale Mittelfeldspieler hat sich in diese Rolle hineingewachsen, während Omlin aufgrund von Verletzungen oft nicht spielen konnte. Im Trainingslager am Tegernsee äußerte Weigl jedoch keine Ansprüche auf das Amt: „Ich bin da ganz entspannt. Wir haben viele Jungs, die diese Verantwortung übernehmen können“, sagte der erfahrene Spieler.
Aus Sicht der Fans wäre Reitz wahrscheinlich der ideale Kapitän. Als Eigengewächs ist er eine wichtige Identifikationsfigur für den Verein. Ein Hinweis auf seine Führungsqualitäten war das Jubiläumswochenende, als Reitz zusammen mit anderen Borussia-Legenden die Fohlenstatue enthüllte und gegen den FC Valencia die Kapitänsbinde trug. Zudem scheut Reitz sich nicht, Verantwortung zu übernehmen.
Wäre Tim Kleindienst nicht aufgrund einer Knieverletzung ausgefallen, könnte er ebenfalls ein potenzieller Kapitän sein. Der deutsche Nationalspieler hat sich schnell zu einer Führungsfigur entwickelt und besuchte sogar das Trainingslager, um nah bei seinen Teamkameraden zu sein. Es wäre jedoch riskant, einen Spieler zum Kapitän zu ernennen, der voraussichtlich bis Oktober oder November ausfallen wird.
Sollte keiner der genannten Spieler zum Kapitän ernannt werden, gibt es nur wenige Alternativen. Nicolas ist nicht als Lautsprecher bekannt, während es für Neuzugang Kevin Diks noch zu früh für diese Rolle wäre. Kevin Stöger muss sich in seinem zweiten Jahr bei Borussia erst beweisen. Nico Elvedi hingegen kennt den Klub nach zehn Jahren bestens.
Der Pool an möglichen Kapitänen ist also begrenzt. Es wird ein „Vierkampf“ zwischen Omlin, Weigl, Reitz und Kleindienst erwartet. Bis zum Pokalspiel gegen Delmenhorst sollte die wichtige Kapitänsfrage geklärt sein, und Weigl hat im Trainingslager bereits einige Hinweise gegeben. Nun bleibt abzuwarten, wer sich letztendlich durchsetzen wird.