FC Augsburg empfängt Borussia Dortmund im Bundesliga-Duell
Der FC Augsburg empfängt am Freitagabend Borussia Dortmund zum Auftakt des 9. Spieltags der Bundesliga. Beide Trainer, Sandro Wagner und Niko Kovač, haben zuvor beim FC Bayern München zusammengearbeitet.
Augsburg befindet sich unter der Leitung von Trainer Sandro Wagner in einer schwierigen Phase. Der 37-Jährige, der erstmals als Cheftrainer in der Bundesliga agiert, hat bislang mehr durch provokante Äußerungen als durch sportliche Erfolge auf sich aufmerksam gemacht. Obwohl Wagner das Potenzial hat, ein Top-Trainer zu werden, liegt noch ein weiter Weg vor ihm.
Am Freitagabend trifft der Tabellen-15. Augsburg auf Borussia Dortmund, das derzeit den vierten Platz belegt. In einer Pressekonferenz vor dem Spiel wurde Kovač auch zur Situation von Wagner befragt und betonte, dass Trainer in der Bundesliga oft die schwächsten Glieder in der Kette seien.
„Ich habe Verständnis für das Schicksal eines jeden Trainers. Es gibt nur die, die schon einmal entlassen wurden, und die, die noch entlassen werden. Das ist unser Job“, erklärte Kovač, der selbst in seiner Karriere bereits vorzeitig bei Vereinen wie Bayern München, AS Monaco und VfL Wolfsburg gehen musste.
Trotz der kritischen Lage hält die Vereinsführung in Augsburg weiterhin zu Wagner und hofft, dass er seinen neuen Spielstil erfolgreich implementieren kann. Das Team hat jedoch Schwierigkeiten, insbesondere in der Defensive, wo ungenaues Pressing dem Gegner viel Raum für Torchancen bietet. Während Augsburg versucht, sich aus der Abstiegszone fernzuhalten, muss Borussia Dortmund im Kampf um die Champions-League-Plätze mit RB Leipzig und dem VfB Stuttgart Schritt halten.
Zusätzlich hat Augsburg unter der Woche im DFB-Pokal gegen den Zweitligisten VfL Bochum verloren, was die sportliche Brisanz des Spiels gegen Dortmund erhöht. Die Begegnung wird zudem durch die gemeinsame Vergangenheit von Kovač und Wagner beim FC Bayern München zusätzlich angespitzt.
Sandro Wagner kehrte im Winter 2017/18 zu seinem Jugendklub Bayern München zurück und spielte unter Interimstrainer Jupp Heynckes als zweiter Stürmer. Er akzeptierte seine Rolle als wichtiger „Edeljoker“, kam jedoch in der Bundesliga-Hinrunde unter Kovač nur noch sporadisch zum Einsatz. In der Champions League blieb er in drei Spielen gänzlich unberücksichtigt.
Nach einer enttäuschenden Zeit in München entschied sich Wagner, den Verein zu verlassen und wagte ein gut bezahltes Abenteuer bei den Tianjin Jinmen Tigers in China. Nun stehen sich die beiden ehemaligen Bayern-Spieler als Trainer gegenüber. Ob das Duell hitzig wird, bleibt abzuwarten, auch wenn sich beide im Vorfeld gelassen zeigen.