FC Barcelona verliert Hinspiel gegen Atlético Madrid und kritisiert Schiedsrichterentscheidungen

FC Barcelona verliert Hinspiel gegen Atlético Madrid und kritisiert Schiedsrichterentscheidungen

Der FC Barcelona hatte im Champions-League-Viertelfinale einen enttäuschenden Abend, als sie im Hinspiel gegen Atlético Madrid mit 0:2 verloren. Diese Niederlage stellt die Katalanen vor eine große Herausforderung für das Rückspiel. Neben dem Ergebnis sorgten auch die Entscheidungen des Schiedsrichters für Aufregung, insbesondere bei Trainer Hansi Flick.

Ein erster Aufreger ereignete sich, als Barcelonas Abwehrtalent Cubarsí nach einem VAR-Eingriff wegen einer Notbremse die Rote Karte sah (44. Minute). Der rumänische Schiedsrichter István Kovacs änderte seine ursprüngliche Gelbe Karte nach Ansicht der Videobilder. Der deutsche VAR-Schiedsrichter Christian Dingert war an dieser Entscheidung beteiligt, was Flick nicht nachvollziehen konnte. „Ich bin mir nicht sicher, ob er ihn überhaupt berührt hat. Der Ball war doch hinter ihm“, äußerte der ehemalige Bayern-Trainer im Interview mit dem spanischen Sender „Movistar“.

Die Situation wurde noch bitterer, als Álvarez einen sehenswerten Freistoß verwandelte und Barcelona in Rückstand brachte. In der zweiten Halbzeit folgte der nächste umstrittene Moment: In der 54. Minute legte sich Atlético-Verteidiger Marc Pubill den Ball nach einem bereits ausgeführten Abstoß von Torwart Juan Musso erneut mit der Hand zurecht. Dies stellte eine klare Regelwidrigkeit dar, doch weder Schiedsrichter Kovacs noch VAR Dingert griffen ein.

„Wenn der Torwart den Ball spielt und er ihn mit der Hand berührt hat – komm schon. Das ist doch so klar! Ich verstehe einfach nicht, warum der VAR da nicht eingreift! Ich bin mir nicht sicher, warum“, erklärte Flick seinen Unmut. „Das ist einfach unglaublich.“

Diese Szene erinnerte an ein ähnliches Ereignis im Viertelfinale 2024 zwischen Arsenal und dem FC Bayern, als Arsenals Verteidiger Gabriel nach einem bereits ausgeführten Abstoß ebenfalls den Ball mit der Hand berührte. Schiedsrichter Glenn Nyberg ließ auch damals weiterspielen und bezeichnete es als „Kindermistake“, den er im Viertelfinale nicht pfeifen wollte.

Auf der Pressekonferenz nach dem Spiel wandte sich Flick direkt an die deutsche Öffentlichkeit: „Der VAR war sehr auf Atlético ausgerichtet. Es war ein Deutscher – danke, Deutschland.“ Mit ironischem Unterton machte der 61-Jährige deutlich, wie groß sein Frust war. Er fügte hinzu: „Es ist besser für mich und für den Schiri, wenn ich nicht weiter über ihn spreche.“

Schiri-Experte Urs Meier unterstützte Flicks Meinung: „Da gibt es eigentlich eine einfache Regel: Handspiel. Das gibt Elfmeter.“ Auch Flick sah die Situation klar: „Das hätte einen Elfmeter und die zweite Gelbe Karte geben müssen.“ Nach der 0:2-Niederlage ist die Ausgangslage für Barcelona äußerst schwierig. Im Rückspiel am 14. April im Riyadh Air Metropolitano muss die Flick-Elf mindestens zwei Tore erzielen, um noch weiterzukommen.

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