FC Bayern: Aufsichtsrat setzt Limits für Transfers

FC Bayern: Aufsichtsrat setzt Limits für Transfers

München – Der mächtige Aufsichtsrat des FC Bayern München hat entschieden, dass die dünn besetzte Offensive des Vereins nur durch Leihspieler verstärkt werden darf. Sportvorstand Max Eberl sieht sich seit seinem Amtsantritt im März 2024 regelmäßig mit den strengen Vorgaben des Aufsichtsrats konfrontiert.

Besonders während des Sommer-Transferfensters wird Eberl an seine Grenzen getestet. Wie im vergangenen Jahr erhielt er auch diesmal zwei zentrale Vorgaben vom Aufsichtsrat: Gehälter zu senken und Transfererlöse zu generieren. In der aktuellen Transferperiode konnte der Sportchef durch Spielerverkäufe fast 80 Millionen Euro erzielen. Mit dem bevorstehenden Transfer von Bayern-Juwel Paul Wanner nach Eindhoven könnte diese Summe auf 95 Millionen Euro steigen.

Zusätzlich wechselten die Neuzugänge Jonathan Tah und Tom Bischof jeweils ablösefrei zum FC Bayern. Lediglich für Luis Diaz mussten die Münchner tief in die Tasche greifen und zahlten 70 Millionen Euro an Liverpool. Insgesamt ergibt sich somit ein Transferplus von 25 Millionen Euro.

Trotz dieser positiven Bilanz hat der Aufsichtsrat Eberl nach den gescheiterten Transfers von Florian Wirtz (der nach Liverpool wechselte) und Nick Woltemade (der beim VfB Stuttgart bleiben muss) einen Einkaufsstopp auferlegt. Die Offensive darf nur noch durch Leihspieler verstärkt werden. „Wir haben Kingsley Coman verkauft, was nicht unbedingt der Plan war. Wir konnten Nick Woltemade nicht verpflichten. Es ist jetzt die Aufgabe, die wir akzeptieren müssen und die nicht einfach ist“, erklärte Eberl am Donnerstag.

Es entsteht der Eindruck, dass Eberl dem Aufsichtsrat ohnehin nicht gerecht werden kann und seine Arbeit von dem prominent besetzten Gremium um Uli Hoeneß und Karl-Heinz Rummenigge ab einem bestimmten Punkt aktiv torpediert wird. Das Kontrollgremium scheint sich in den vergangenen Monaten mehr in das Tagesgeschäft einzumischen, als es die Struktur der FC Bayern München AG vorsieht.

Seit Eberls Amtsantritt scheint es, als würde der wirtschaftliche Erfolg über den sportlichen Zielen stehen.

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