FC Bayern: Breite im Mittelfeld vor dem Topspiel gegen den Hamburger SV
Beim FC Bayern München ist das Mittelfeld derzeit so stark besetzt wie lange nicht mehr. Vor dem Bundesliga-Topspiel gegen den Hamburger SV sieht sich Trainer Vincent Kompany mit einer angenehmen Herausforderung konfrontiert.
Nach Informationen des Kicker wird der Sommerneuzugang Tom Bischof am Samstagabend erstmals wieder im Kader stehen. Der 20-Jährige musste sich kurz vor Saisonbeginn einer Blinddarmoperation unterziehen und fiel mehrere Wochen aus. Mit seiner Rückkehr stehen Kompany nun alle vier zentralen Mittelfeldspieler zur Verfügung – ein erfreuliches Novum nach den Personalproblemen der letzten Wochen.
Joshua Kimmich ist im zentralen Mittelfeld gesetzt. Die entscheidende Frage ist nun, wer neben ihm spielen wird. Leon Goretzka und Aleksandar Pavlovic liefern sich derzeit ein spannendes Duell um die Position. Pavlovic, der nach einer Augenverletzung zurückgekehrt ist, hat zuletzt mit Stabilität und Passsicherheit überzeugt. Der 21-Jährige nutzte die Länderspielpause, um an seiner Fitness zu arbeiten, und drängt zurück in die Startelf.
Goretzka hingegen hatte mit der Nationalmannschaft einen Rückschlag erlebt. Nach weniger überzeugenden Leistungen steht der 30-Jährige in der Pflicht, seine gewohnte Dynamik und Torgefahr im Bayern-Trikot zurückzubringen. Er bleibt der körperlich präsente Box-to-Box-Spieler, während Pavlovic eher den ordnenden Part im Spiel übernimmt.
Bischof wird nach seiner langen Pause voraussichtlich zunächst als Joker eingeplant. In der Vorbereitung zeigte der ehemalige Hoffenheimer jedoch starke Leistungen, insbesondere auf der Sechs. Mit seiner Übersicht und Technik hat er sich als vielversprechende Zukunftsoption für das zentrale Mittelfeld empfohlen. Auch die Position des Zehners bleibt für den Linksfuß perspektivisch eine Möglichkeit.
Mit Bischof steht zudem ein junger Herausforderer bereit, der bald ernsthafte Ansprüche anmelden könnte. Ein überfülltes Mittelfeld ist beim FC Bayern ein seltenes Phänomen. Für Vincent Kompany ist dies ein Luxusproblem, das er gerne löst. Schließlich war der Kader in den ersten Wochen der Saison an vielen Stellen zu dünn besetzt – jetzt gibt es im zentralen Mittelfeld mehr als genug Qualität.