FC Bayern: Diskussion um Talente und Kaderplanung vor Bundesliga-Auftakt

FC Bayern: Diskussion um Talente und Kaderplanung vor Bundesliga-Auftakt

Die Talente des FC Bayern haben in der Vorbereitung überzeugt, jedoch spielten sie im Supercup eine untergeordnete Rolle, was zu Diskussionen führt.

München - Bei der gestrigen Vorbereitung auf den Bundesliga-Auftakt gegen RB Leipzig am Freitag (20:30 Uhr, Sat1 und Sky) fehlte von Torjäger Harry Kane jede Spur auf dem Trainingsplatz. Sollte der Engländer tatsächlich ausfallen – wovon derzeit niemand ausgeht – wäre der erst 18-jährige Jonah Kusi-Asare als Backup eingeplant. Allerdings trainierte der Youngster am Dienstag ebenfalls nicht mit der Mannschaft. Hier kann jedoch Entwarnung gegeben werden: Kane absolvierte nur individuelles Training zur Belastungssteuerung.

Ob Cheftrainer Vincent Kompany Kusi-Asare im Falle eines Ausfalls tatsächlich gegen Leipzig ins kalte Wasser werfen würde, ist fraglich. Im Supercup-Spiel gegen Stuttgart, das mit 2:1 gewonnen wurde, saßen sowohl der schwedische Stürmer als auch der 16-jährige Flügelspieler Wisdom Mike 90 Minuten auf der Bank, während Lennart Karl (17) lediglich 180 Sekunden Spielzeit erhielt. Stattdessen wurde Routinier Raphael Guerreiro in der 80. Minute für Offensivspieler Serge Gnabry eingewechselt.

Dieser Wechsel sorgt bei Lothar Matthäus weiterhin für Unverständnis. „Guerreiro ist zweifellos ein guter Spieler, aber ich bin sicher, dass die Bayern-Verantwortlichen gerne gesehen hätten, dass ein Youngster ins Spiel gekommen wäre. Junge Spieler brauchen Selbstvertrauen, und mit solchen Entscheidungen nimmt Kompany ihnen das“, kritisiert Matthäus in seiner Sky-Kolumne.

In der bisherigen Vorbereitung haben die Bayern-Talente den Rekord-Nationalspieler jedoch überzeugt: „Sie haben in Testspielen gegen Grasshoppers Zürich und auch gegen einen englischen Champions-League-Teilnehmer wie Tottenham Hotspur eindeutig bewiesen, dass sie auf hohem Niveau mithalten können. Diese Spieler sollten nun eine Chance erhalten, und ich finde nicht, dass der Kader – selbst ohne den gehandelten Christopher Nkunku – zu klein ist.“

Karl, Kusi-Asare und Mike sind für die kommende Saison fest bei den Profis eingeplant. Dennoch sucht Sportvorstand Max Eberl weiterhin nach Verstärkung für die Offensive. Es scheint jedoch, dass der FC Bayern in diesem Sommer keine weiteren Spieler verpflichten wird.

„Ich würde sehr dafür plädieren, den Kader noch mit einem Leihspieler aufzufüllen, der bis zum 30. Juni 2026 unter Vertrag genommen wird“, sagte Ehrenpräsident Uli Hoeneß der „Süddeutschen Zeitung“.

Eberl hat bei Chelsea wegen einer Leihe von Nkunku angeklopft, doch die Londoner wollen den Angreifer momentan nur verkaufen. Laut Transferinsider Fabrizio Romano erhielt Bayern kürzlich auch eine Absage von Alejandro Garnacho. Der Offensiv-Star von Manchester United möchte nur zu Chelsea wechseln.

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