FC Bayern erleidet kontroverse Schiedsrichterentscheidungen in Leverkusen

FC Bayern erleidet kontroverse Schiedsrichterentscheidungen in Leverkusen

Der FC Bayern München hat ein denkwürdiges Spiel gegen Bayer Leverkusen absolviert. In einem Bundesliga-Spiel, das erstmals seit 25 Jahren mit nur neun Spielern beendet wurde, konnte der Rekordmeister immerhin einen Punkt durch ein 1:1-Unentschieden retten. Im Mittelpunkt des Geschehens standen jedoch nicht die Spielstände, sondern die umstrittenen Entscheidungen von Schiedsrichter Christian Dingert. Auch der ehemalige DFB-Spieler Patrick Helmes war fassungslos über die Entscheidungen, die dem FC Bayern widerfahren sind.

Dem deutschen Rekordmeister wurden zwei Tore aberkannt. Als Jonathan Tah in der ersten Halbzeit den vermeintlichen Ausgleich erzielte, griff der Videoassistenten (VAR) ein und stellte eine Berührung des Balls mit dem Arm fest. Auch in der zweiten Halbzeit durfte der FC Bayern nur kurz jubeln. Harry Kane setzte Bayer-Keeper Jonas Blaswich unter Druck, der den Engländer anschoss. Im Zusammenspiel mit Luis Diaz erzielte der Stürmer ein Tor, doch erneut intervenierte der VAR.

Der Grund für die Entscheidung war, dass Blaswich Kane so unglücklich traf, dass der Angreifer der Berührung zwischen Arm und Ball nicht entkommen konnte. Helmes, der als Co-Kommentator bei der Partie anwesend war, war schockiert über das, was dem FC Bayern in diesen beiden Szenen widerfuhr.

„Das kann doch nicht im Sinne des Fußballs sein, dass wir solche Entscheidungen abpfeifen“, wetterte Helmes. „Das ist einfach Wahnsinn. Ich habe selbst hier gespielt, aber das sind doch zwei reguläre Tore für Bayern.“ Mit diesen Aussagen machte er deutlich, dass er der Meinung ist, dem FC Bayern wurden ungerechtfertigt zwei Tore verweigert.

Der ehemalige Leverkusener fügte hinzu: „Wir können den Fußball nicht so herunterbrechen, dass alles nicht in Ordnung ist. Früher gab es im Zweifelsfall für den Stürmer oder für das Toreschießen eine Regelung.“ Helmes könnte sich damit viele Sympathien auf bayerischer Seite erarbeitet haben, denn insbesondere Uli Hoeneß konnte seine Entrüstung nicht verbergen.

Der Ehrenpräsident des FC Bayern sprach von einem Skandal, und auch Vincent Kompany sowie Max Eberl waren über die Entscheidungen verwundert. Am Ende gab Christian Dingert zu, dass er die rote Karte für Luis Diaz falsch entschieden hatte. Die Diskussion um die beiden zurückgenommenen Tore wird jedoch wohl noch längere Zeit anhalten.

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