FC Bayern gewinnt letztes Vorbereitungsspiel und zeigt vielversprechende Talente
Der FC Bayern München hat auch das letzte Vorbereitungsspiel vor der neuen Saison gegen Grasshopper Zürich mit 2:1 gewonnen. FCBinside liefert drei wichtige Erkenntnisse aus der Partie.
Die Münchner setzten sich in der Schweiz durch und stehen nun kurz vor dem Start der neuen Saison sowie dem Supercup. Wie weit kann der deutsche Rekordmeister in dieser Saison kommen? Das letzte Testspiel offenbarte einige aufschlussreiche Details.
Nach dem Testspiel gegen Tottenham wurde bereits festgestellt, dass Lennart Karl ein neuer Hoffnungsträger bei den Bayern ist. Sein Auftritt in Zürich untermauerte diese Einschätzung. Karls Bilanz in der Schweiz: Ein Traumtor und eine Traumvorlage. Es macht einfach Freude, ihm zuzusehen. Innerhalb weniger Wochen hat sich der 17-Jährige zu einem absoluten Fanliebling entwickelt, was sich in den Reaktionen der jungen Fans im Stadion Letzigrund widerspiegelte, die immer wieder die Namen „Kane“, „Olise“ und „Karl“ riefen und sich Trikots der Spieler wünschten.
Karl wirkt nicht mehr wie ein Jugendspieler, der gelegentlich bei den Profis reinschnuppern darf, sondern wie ein vollwertiger Neuzugang, der das Team verstärken kann. Er bringt das nötige Selbstbewusstsein mit, um auch in großen Spielen spielen zu wollen. „Ich will auf jeden Fall als Jugendspieler vorangehen, meine Stärken zeigen, um auch in Bundesligaspielen oder größeren Spielen zum Einsatz zu kommen. Bei den Freundschaftsspielen hat es schon gut geklappt, aber ich möchte auch gegen Stuttgart im Supercup oder in der Bundesliga spielen. Ich arbeite sehr hart daran“, sagte Karl nach dem Spiel.
Es ist alles andere als unrealistisch, dass wir Karl in Zukunft häufiger sehen werden. Mit seiner Spritzigkeit und Torgefährlichkeit könnte Trainer Vincent Kompany ihn auch in der Schlussphase von der Bank bringen, um frische Impulse zu setzen. Selbst Einsätze in der Startelf scheinen für Karl kein ferner Traum mehr zu sein.
Das wichtigste Transferthema beim FC Bayern bleibt weiterhin Nick Woltemade. Die Münchner schätzen die Qualitäten des Stuttgarter Stürmers: Er ist groß, körperlich präsent, technisch stark und konsequent im Abschluss. Diese Beschreibung trifft jedoch ebenso auf Jonah Kusi-Asare zu.
Nach Karl hat auch der junge schwedische Stürmer Kusi-Asare in der Vorbereitung einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Wie Karl traf auch Kusi-Asare gegen Tottenham und dann in Zürich. Er könnte eine ernsthafte Alternative für die Bayern werden, insbesondere falls der Woltemade-Transfer scheitert. Kusi-Asare könnte die Rolle als Backup für Kane übernehmen oder zusätzlich als Joker die Offensive verstärken. Seine Torgefährlichkeit und körperliche Präsenz sind wertvolle Eigenschaften, die Verteidiger binden können.
Es ist gut möglich, dass die Bayern, insbesondere bei einem möglichen Abgang von Kingsley Coman, einen weiteren Flügelspieler verpflichten, falls der Woltemade-Deal nicht zustande kommt. Schließlich haben die Stuttgarter den Bayern-Bossen eine Frist bis zum Supercup gesetzt, sodass nicht mehr viel Zeit bleibt. In diesem Szenario könnte Kusi-Asare in der neuen Saison eine entscheidende Rolle spielen.
Jonas Urbig durfte nach längerer Zeit wieder im Tor der Bayern stehen und machte seine Sache gut. Am Gegentor trug er keine Schuld, und mit einer Parade in der Nachspielzeit rettete er den Bayern den Sieg. Die Situation von Urbig für die kommende Saison bleibt jedoch unklar. Es gab eine Vereinbarung, dass Urbig in der nächsten Spielzeit – möglicherweise der letzten von Manuel Neuer – mehr Einsätze erhalten soll, was Neuer selbst bestätigte.
Es ist jedoch schwer vorstellbar, wann der erfahrene Neuer dem Youngster tatsächlich in einem Pflichtspiel den Vortritt lassen wird. Bayerns Nummer 1 zeigt derzeit eine starke Form, und aufgrund der Verletzung von Marc-André ter Stegen ist auch die WM im nächsten Sommer wieder ein Thema. Bayern-Sportdirektor Christoph Freund äußerte sich nach dem Spiel in Zürich eher zurückhaltend zu Urbig: „Was wir mit Jonas besprochen haben, als er zu uns kam, hat sich nicht geändert. Jonas hat bereits einige Spiele für den FC Bayern bestritten und sich dabei sehr gut geschlagen. Er ist auf dem richtigen Weg. Aber Manu ist in Topform, und darüber sind wir sehr glücklich“, sagte der Österreicher. Ob dies eine Garantie für Einsatzminuten für Urbig ist, bleibt fraglich. Es wird spannend zu beobachten sein, in welchen Partien Urbig letztendlich im Bayern-Tor stehen wird.
(Dieser Artikel entstand in Kooperation mit FCBinside.de)