FC Bayern: Herausforderungen und Rekorde in der Champions League

FC Bayern: Herausforderungen und Rekorde in der Champions League

Der FC Bayern München steht vor der Herausforderung, zwei herausragende Rekorde in der Champions League zu verteidigen. Die erste Hürde in der Gruppenphase wird dabei mit dem Klub-Weltmeister Chelsea besonders anspruchsvoll.

Vor dem Start in die Champions-League-Saison 2025/26 wurde viel über die Titelchancen des FC Bayern diskutiert. Der sechsmalige Champions-League-Sieger tritt mit einem hochkarätigen, jedoch auch ausgedünnten Kader an, was das Risiko erhöht, erneut von Verletzungen betroffen zu sein, wie es in der letzten Saison der Fall war. Während Uli Hoeneß den deutschen Rekordmeister als das TSG Hoffenheim der Königsklasse einschätzt, zeigen sein Aufsichtsratskollege Karl-Heinz Rummenigge, Trainer Vincent Kompany und Top-Torjäger Harry Kane eine deutlich optimistischere Haltung.

Für eine erfolgreiche Champions-League-Saison mit einem schmalen Kader sieht der Rekordmeister eine direkte Qualifikation für das Achtelfinale als Grundvoraussetzung an. Dies würde eine Platzierung unter den ersten acht der 36 teilnehmenden Mannschaften nach den acht Ligaspielen erfordern. Kane betont: „Es ist wichtig, unter den Top-8 zu sein, weil diese zusätzlichen Playoff-Spiele einen großen Unterschied für die Saison machen. Das war unsere stressigste Zeit der Saison.“ Im Frühjahr 2025 kam es infolgedessen zu mehreren schweren Ausfällen, darunter Jamal Musiala, Dayot Upamecano und Alphonso Davies.

Die acht zugelosten Gegner des FC Bayern in der Gruppenphase sind alles andere als einfach. Die Münchner müssen unter anderem auswärts gegen den Titelverteidiger PSG und in London gegen den FC Arsenal antreten. Ein Sieg in der Auftaktpartie gegen den FC Chelsea, den amtierenden Conference-League-Gewinner und Klub-Weltmeister, wird somit nahezu zur Pflicht, um die großen Ziele zu erreichen.

Der FC Bayern hat sich als Spezialist für den jährlichen Champions-League-Start etabliert und kann gegen den FC Chelsea gleich zwei eigene Rekorde weiter ausbauen: Seit der Saison 2003/2004 wurden alle 21 Champions-League-Auftaktpartien mit einem beeindruckenden Torverhältnis von 60:7 gewonnen. Nur in der Saison 2007/08 startete man in dieser Zeit im UEFA-Cup, gewann jedoch auch dort das Auftaktspiel (3:2 gegen Roter Stern Belgrad).

Darüber hinaus hat der sechsmalige Champions-League-Sieger (1974, 1975, 1976, 2001, 2013, 2020) seit Dezember 2013 kein Heimspiel in der Gruppen- und Ligaphase der Königsklasse verloren (2:3 gegen Manchester City). Die beeindruckende Bilanz seither: 34 Heimspiele, 32 Siege, zwei Unentschieden und ein Torverhältnis von 106:16. Kein anderer Champions-League-Gigant kann mit diesen Rekorden annähernd mithalten, und kaum ein würdigerer Gegner als der FC Chelsea könnte für die Herausforderung, diese auszubauen, in Betracht kommen. Dies ist der Gegner, gegen den das Finale dahoam 2012 in derselben Arena stattfand.

Ein Sieg des FC Bayern gegen den Weltmeister würde beide Bestwerte erneut ausbauen, während ein Unentschieden den Rekord von 21 Siegen in Folge beenden würde und bei einer Niederlage beide Serien enden würden. An der Säbener Straße verschwenden die Verantwortlichen jedoch keine Gedanken an solche Szenarien. Kane sieht den FC Bayern in allen Heimspielen als Favoriten und betrachtet die beiden Siege von 2020 (3:0; 4:1) auf dem Weg zum Champions-League-Sieg, nicht das unglückliche „Finale dahoam“ als Maßstab.

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