FC Bayern: Kompany gibt Einblicke in die Torwartsituation
In Anbetracht der verletzungsbedingten Herausforderungen in der Torwartposition beim FC Bayern bleibt Coach Vincent Kompany gelassen. Auf eine kritische Nachfrage gab er ein bisher unbekanntes Detail preis.
München – Wie vor jedem Bundesliga-Spieltag stellte sich FCB-Chefcoach Vincent Kompany zusammen mit dem Sportdirektor Max Eberl vor dem wichtigen Spiel in Leverkusen den Fragen der Medienvertreter an der Säbener Straße. Nach dem beeindruckenden Auswärtssieg im Champions-League-Spiel gegen Atalanta Bergamo (6:1) plagen den Rekordmeister jedoch zusätzliche Verletzungssorgen.
Der Belgier zeigt sich von den Ausfällen beim Werksverein unbeeindruckt: „Es hätte schlimmer kommen können. Wir besprechen mit den Ärzten, wann Jonas Urbig wieder spielen kann. Hoffentlich nächste Woche. Jamal Musiala könnte Anfang nächster Woche wieder ins Training einsteigen, das müssen wir abwarten. Bei Alphonso Davies kommt uns die Länderspielpause entgegen, ich hoffe, dass wir danach wieder einen vollständigen Kader haben.“
FC Bayern geht keine unnötigen Risiken mit seinen Spielern ein.
Jonas Urbig, der Ersatz für Manuel Neuer, hatte sich bei der letzten Spielsituation im Achtelfinal-Hinspiel eine Gehirnerschütterung zugezogen, was die Probleme in der Torhüterposition weiter verschärft. Stammkeeper Neuer fällt derzeit wegen einer Wadenverletzung aus. Insbesondere wegen Neuer und Davies gab es zuletzt Spekulationen, dass beim Rekordmeister verletzte Spieler möglicherweise zu früh wieder eingesetzt werden.
Um diesen Spekulationen entgegenzuwirken, verwies Kompany auf Medienberichte vor dem Clásico, wonach Neuer aufgrund seiner Blessur möglicherweise die letzte Chance auf ein Spiel in Dortmund verpassen würde. Dabei überraschte er mit einer bislang unbekannten Information über den fünfmaligen Welttorhüter, der im Signal Iduna Park nicht im Münchner Kader stand.
„Man muss den Kontext betrachten. Manuel Neuer war bereits für das Dortmund-Spiel fit. Wir haben jedoch eine Woche gewartet, obwohl er hätte spielen können. Danach hat er wieder voll trainiert, und wir spürten, dass es der richtige Zeitpunkt war. Wir setzen unsere Spieler immer eine Woche später wieder ein. Die Mannschaft hat das stets gut gelöst, wir müssen keinen unnötigen Druck aufbauen. Es handelt sich nicht um schwerwiegende, langfristige Verletzungen. Es ist nur für die Jungs frustrierend, da sie gerne spielen möchten.“
In der scheinbar schwierigen Torhütersituation zeigt Kompany sein gewohntes Vertrauen in alle seine Spieler. Über Sven Ulreich sagte er: „Er ist eine stabile Persönlichkeit und ein erfahrener Torwart, der bereits viele Spiele in seiner Karriere bestritten hat. Wir setzen ihn nicht unter Druck, er steht nicht im Fokus. Ulle hat im Training stets überzeugt, das soll er morgen zeigen. Wir haben volles Vertrauen in unsere Jungs und wollen morgen mit ihm gewinnen.“
FCB-Sportvorstand Eberl ergänzte: „Sven ist eine große Persönlichkeit, er ist schon lange beim FC Bayern und kennt die Situation. Ich höre immer aus der Trainingsgruppe, wie gut die drei miteinander auskommen. Er stand das letzte Mal vor eineinhalb Jahren im Tor in Bremen, wo wir 5:0 gewonnen haben. Wir haben keine Sekunde gezögert, er wird das genauso gut machen wie die anderen beiden.“