FC Bayern: Max Eberl verteidigt Transferpolitik
Der FC Bayern München hatte zuletzt mit Herausforderungen auf dem Transfermarkt zu kämpfen, was insbesondere Sportvorstand Max Eberl viel Kritik einbrachte. Eberl hat nun Stellung zu den Vorwürfen genommen.
Nach der Entscheidung des deutschen Nationalspielers Florian Wirtz, sich für den FC Liverpool zu entscheiden, wurde dies als Absage an den FC Bayern interpretiert. In der Folge hagelte es Kritik an der Transferpolitik des Rekordmeisters, wobei Eberl besonders im Fokus stand. Medien berichteten von einem Rückschlag nach dem anderen bei den Personalbemühungen an der Säbener Straße.
Intern beim FC Bayern wurde die Situation jedoch anders bewertet. Der medial viel diskutierte Nico Williams war offenbar nur kurz ein Thema, während sich die Bemühungen frühzeitig auf den kolumbianischen Spieler Luis Díaz konzentrierten, der schließlich für kolportierte 75 Millionen Euro nach München wechselte.
Öffentlich wird bereits die Frage diskutiert, ob der FC Bayern für absolute Weltklasse-Spieler noch attraktiv genug ist. Einige Experten sind der Meinung, dass der Klub an Anziehungskraft verloren hat. Dagegen wehrt sich Max Eberl in einem Interview mit der SportBild.
„Wir haben uns natürlich mit verschiedenen Spielern beschäftigt, das ist unsere Aufgabe“, erklärte der 51-Jährige. „Wer behauptet, der FC Bayern hätte international an Strahlkraft für Topstars verloren, der kennt den Markt nicht. Der FC Bayern kann jeden Spieler verpflichten, wenn er bereit ist, die geforderten Summen zu zahlen.“
Diese Summen würden an der Säbener Straße jedoch nur auf den Tisch gelegt, „wenn wir wie im Fall von Luis Díaz hundertprozentig überzeugt sind“, fügte Eberl hinzu. Dies eröffnet Spekulationen über die Situation von Wirtz: Handelt es sich um eine Ausnahme oder waren die Bayern tatsächlich nicht bereit, „all-in“ zu gehen?
„Wir hatten eine klare Idee von unserer neuen Offensive. Wenn ich mir beispielsweise ein Quartett mit Harry Kane, Michael Olise, Jamal Musiala und jetzt auch Luis Díaz auf dem Rasen vorstelle, haben wir mit Sicherheit eine der gefährlichsten Angriffsreihen in Europa“, betonte Eberl.