FC Bayern München dominiert Werder Bremen mit Harry Kane als Schlüsselspieler
München – Der FC Bayern München hat mit einem überzeugenden Heimsieg gegen Werder Bremen das Wiesn-Wochenende eingeläutet. In einem speziell angefertigten Trikot, das nicht bei allen Fans auf Zustimmung stieß, zeigte Harry Kane erneut seine Klasse. Der Engländer holte einen Strafstoß heraus und verwandelte diesen mit der Sicherheit eines Naturgesetzes. Tom Bischof, der gestern für Joshua Kimmich in der Startelf spielte, sprach über das Phänomen Kane.
Bereits vor dem 2:0 in der ersten Halbzeit in der Allianz Arena war die Partie stark zugunsten der Bayern, doch Werder-Keeper Hein verhinderte mit herausragenden Paraden gegen Kane und weiteren Großchancen, dass das Spiel vor der Pause entschieden wurde. In der 45. Minute kam es dann jedoch zu einem Zweikampf zwischen Harry Kane und Marco Friedl im Strafraum, bei dem Kane zu Fall kam. Schiedsrichter Frank Willenborg zeigte auf den Punkt.
Kane trat, wie so oft, höchstpersönlich an und verwandelte den Strafstoß souverän, was bereits den vierten Elfmeter für die Bayern im fünften Spiel darstellt. Dies war Kane's 18. Tor aus 18 Elfmeter-Versuchen in der Bundesliga und zugleich sein 100. Tor insgesamt. Der Torjäger setzt seine Rekordjagd fort.
Nach dem Spiel äußerte sich Tom Bischof bei Sky bewundernd über seinen torhungrigen Teamkollegen und dessen Schusstechnik. „Geht es vor allem um Überzeugung bei ihm? Ich habe immer den Eindruck, er ist so unfassbar fokussiert in dem Moment, und es gibt keine Alternative, als zu treffen“, fragte der Kommentator den 20-Jährigen.
„Den musste man im Training sehen“, fuhr Bischof fort. „Da haut der eine nach dem anderen rein, und mit einer Präzision – immer, egal, wo der Torwart hinspringt, der ist drin. Und das ist Wahnsinn. Der Junge ist Wahnsinn. Wir haben ihm gerade gratuliert zu seinen 100 Toren. Das ist irre.“
Der Neuzugang aus Hoffenheim zeigte sich gestern auch als Vorlagengeber und bediente Konrad Laimer mit einem feinen Steckpass zum 4:0-Endstand. Während der Youngster noch auf sein erstes Tor wartet, machte er mit seinem Startelf-Debüt in der Bundesliga einen weiteren Entwicklungsschritt.