FC Bayern München: Rekordjagd und Herausforderungen

FC Bayern München: Rekordjagd und Herausforderungen

Der FC Bayern München gilt derzeit als das beste Team in Europa. Allerdings wurde kürzlich ein Aspekt festgestellt, der sich bald als problematisch erweisen könnte.

München – Olé, olé, FCB! Der Rekordmeister setzt seinen Siegeszug in dieser Saison fort und strebt nach einem Rekordstart. Mit einem 3:0 (0:0)-Sieg gegen Borussia Mönchengladbach am Samstagnachmittag feierte der FC Bayern im 13. Saisonspiel bereits den 13. Sieg und stellte damit den Rekord des AC Milan aus der Saison 1992/93 ein.

Bemerkenswert ist, dass dieser Erfolg ohne die Mitwirkung von Harry Kane zustande kam, dessen Serie damit endete. Erstmals seit neun Spielen war der Engländer nicht an einem Tor des FC Bayern beteiligt. Die Tore erzielten Joshua Kimmich (64.), Raphaël Guerreiro (69.) und das junge Talent Lennart Karl (81.).

Auch Luis Diaz blieb torlos, agierte jedoch aktiv und versuchte sein Bestes, hatte jedoch wenig Glück. Besonders bedauerlich war, dass er bereits nach 59 Sekunden die Münchner in Führung hätte bringen müssen, jedoch vergab er freistehend vor Gladbach-Keeper Nicolas nach einem Pass von Nicholas Jackson.

Generell ließen die beiden Neuzugänge aus der Premier League im ersten Durchgang einige Chancen ungenutzt, was den FC Bayern in den kommenden Wochen vor Herausforderungen stellen könnte. Gegen Gegner wie Bayer Leverkusen, Paris Saint-Germain oder den FC Arsenal werden solche Fehler nicht verzeihbar sein!

Besonders Nicholas Jackson (Note 5) hat noch Schwierigkeiten, sich an das Spielsystem zu gewöhnen. „Für Nicholas war es heute kompliziert, die Räume waren extrem eng“, erklärte Max Eberl nach dem Spiel und fügte hinzu: „Er hatte seine Möglichkeit in der ersten Hälfte und war einer der Spieler, die die Geduld hatten, das Spiel zu drehen.“

Ein herausragender Stürmer zeichnet sich jedoch dadurch aus, dass er auch aus wenigen Chancen Kapital schlägt. Jackson trägt in seiner Zeit in England offenbar nicht ohne Grund den Stempel „Chancentod“. Im Vergleich zur Chelsea-Leihgabe konnte Diaz jedoch auch in Gladbach erneut vor allem defensiv überzeugen, was über seine nicht immer glänzenden Abschlussqualitäten hinwegtröstet.

Positiv für Trainer Vincent Kompany ist das Comeback von Serge Gnabry. Der DFB-Star, der bis zu seinen Adduktorenproblemen in hervorragender Form war, wurde in Gladbach nach knapp einer Stunde für den enttäuschenden Jackson eingewechselt und bereitete umgehend das Führungstor durch Kimmich vor.

Gnabrys Abschlussstärke wird bereits am Mittwoch (20:45 Uhr) im DFB-Pokal beim 1. FC Köln gefragt sein, wenn es um den Einzug ins Achtelfinale geht. Besonders wichtig wird auch das kommende Wochenende, wenn der Vize-Meister aus Leverkusen in der Allianz Arena zu Gast sein wird, gefolgt von einem Champions-League-Spiel gegen Titelverteidiger PSG am darauffolgenden Dienstag.

Allerdings ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass Harry Kane in diesen Spielen entscheidend ins Geschehen eingreifen wird. Sollte dies jedoch nicht der Fall sein, könnte der FC Bayern ernsthafte Sorgen bekommen.

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