FC Bayern München: Vorbereitungen auf das Duell gegen St. Pauli nach Niederlage in der Champions League
Der FC Bayern München hat seine erste Niederlage der Saison hinnehmen müssen. Nun steht das nächste Ligaspiel gegen den FC St. Pauli an, und die Frage ist: Mit welcher Aufstellung wird das Team antreten?
In der Pressekonferenz am 28. November war die bittere 1:3-Niederlage in der Champions League gegen den FC Arsenal ein zentrales Thema. Besonders im Fokus stand Torwart Manuel Neuer, der gegen die Gunners eine unglückliche Leistung zeigte und sowohl beim ersten als auch beim dritten Gegentor nicht optimal agierte.
Bayern-Trainer Vincent Kompany wollte jedoch nicht auf spezifische Fehler eingehen. Auf die Frage nach einem möglichen Fehler reagierte er überrascht: „Von welchem Fehler reden wir hier? Ich sehe das anders – was soll man als Torwart denn machen, warten, bis er im Eins-gegen-Eins auf einen zustürmt? Oder herauskommen, dem Mitspieler helfen und die Situation frühzeitig antizipieren? Ich bin etwas überrascht von der Frage – ich höre zum ersten Mal, dass das ein Fehler gewesen sein soll.“
Bezüglich einer möglichen Torwart-Rotation für das Bundesliga-Match gegen St. Pauli erklärte Kompany, dass dies bisher nicht besprochen wurde. „Wenn wir uns für einen Torwartwechsel entscheiden, besprechen wir das immer mit Manu. Wir wollen natürlich auch, dass sich Jonas Urbig verbessert – aber der Zeitpunkt muss in Ruhe besprochen werden; das haben wir noch nicht getan.“ Es ist also nicht ausgeschlossen, dass Neuer am Wochenende eine Pause erhält und Urbig zwischen den Pfosten steht, auch wenn dies eher unwahrscheinlich erscheint.
In München wird die Niederlage in der Champions League als Lernprozess betrachtet, was die Stabilität der Mannschaft unter Trainer Kompany unterstreicht. Das 1:3 in London war am Donnerstag bereits abgehakt, und der Fokus richtet sich wieder auf die Liga und den kommenden Gegner. Am Samstag empfängt der FC Bayern den FC St. Pauli, der seit acht Spieltagen auf einen Sieg wartet.
Es wäre ein passender Zeitpunkt, um zu rotieren, besonders da in der folgenden Woche das DFB-Pokalspiel gegen Union Berlin ansteht. Doch wer Kompany kennt, weiß, dass er eher nach Erfolgen rotiert, sodass eine umfangreiche Rotation unwahrscheinlich ist.
Manuel Neuer wird voraussichtlich im Tor stehen, auch wenn er gegen Union wieder spielberechtigt wäre. Es könnte jedoch Veränderungen in der Abwehr geben, da Konrad Laimer zuletzt etwas überspielt wirkte. Minjae Kim könnte eine geeignete Alternative für Dayot Upamecano oder Jonathan Tah darstellen.
Im Mittelfeld könnten Leon Goretzka oder Tom Bischof Joshua Kimmich ersetzen, falls sein Knöchel nach dem Arsenal-Spiel wieder Probleme bereitet. In der Offensive kehrt Luis Diaz nach seiner Sperre in der Champions League in den Kader zurück. Es bleibt abzuwarten, welche Entscheidungen Kompany letztlich trifft.
Aus dem Sextett um Serge Gnabry, Michael Olise, Lennart Karl, Nicholas Jackson, Harry Kane und Diaz muss der Trainer am Samstag vier Spieler auswählen. Es ist sehr wahrscheinlich, dass der ausgeruhte Diaz in der Startelf stehen wird. Top-Talent Karl, der gegen Arsenal in seinem zweiten CL-Startelfeinsatz gleich sein zweites Tor erzielte, befindet sich in hervorragender Form.
Ob Kane eine Pause erhält, ist fraglich, da der Top-Stürmer in den letzten Wochen fast durchgängig gespielt hat. Gnabry, der zuletzt angeschlagen war, könnte ebenfalls eine Option sein, sollte Kompany eine Rotation planen.
Die mögliche Aufstellung könnte wie folgt aussehen: Neuer – Laimer, Upamecano, Tah, Bischof – Kimmich, Pavlovic – Olise, Karl, Diaz – Kane.
Rekonvaleszente wie Hiroki Ito sind Kandidaten für den Kader, ein Platz in der Startelf dürfte jedoch noch nicht realistisch sein. Möglicherweise wird auch Alphonso Davies nach seinem Kreuzbandriss im März erstmals wieder im Aufgebot stehen. Jamal Musiala hingegen wird noch etwas Zeit benötigen, da der Youngster noch nicht mit der Mannschaft trainiert hat.