FC Bayern: Nach der WM-Enttäuschung neue Herausforderungen für Vincent Kompany

FC Bayern: Nach der WM-Enttäuschung neue Herausforderungen für Vincent Kompany

Für die meisten Spieler des FC Bayern München endete die Fußball-Weltmeisterschaft in einer herben Enttäuschung. Die Situation, auf die sich Vincent Kompany jetzt einstellen muss, ist herausfordernd.

Am Mittwoch um 23 Uhr war die letzte Hoffnung dahin. Das Ausscheiden von Harry Kane im WM-Halbfinale gegen Argentinien führte zu einer bedrückenden Aussage des Bayern-Stürmers: „Ich bin am Boden zerstört.“ In München machte sich die traurige Gewissheit breit, dass der Rekordmeister erstmals seit 1982 keinen Spieler für ein WM-Endspiel stellt.

Das Spiel um Platz drei am Samstag um 23 Uhr mitteleuropäischer Zeit gegen die Franzosen Michael Olise und Dayot Upamecano sowie England bietet nur einen schwachen Trost; die Tränen werden erst danach getrocknet. Mentaltrainer Andreas Bosch erklärt gegenüber Absolut Bayern: „Vincent Kompany und sein Trainerteam spielen jetzt eine entscheidende Rolle.“

Ab Montag wird der Coach seine 16 ausgeschiedenen WM-Spieler nach und nach zurückerwarten. Dabei geht es darum, „zu erkennen, wie unterschiedlich die Spieler mit einer solchen Enttäuschung umgehen“. Bosch, der seit zwölf Jahren im Leistungssport tätig ist, weiß: „Einige richten den Fokus schnell wieder nach vorn, andere benötigen etwas mehr Zeit oder ein persönliches Gespräch.“

Insbesondere junge Spieler wie Jamal Musiala, der sich nach der WM erneut einer Operation unterzogen hat, profitieren in den kommenden Wochen „von einem Trainer, der Vertrauen vermittelt und Sicherheit gibt“. Druck aufzubauen, wäre hier der falsche Ansatz. Allen Beteiligten sollte in der Vorbereitung bewusst sein: „Für die Nationalspieler ist das WM-Aus ein spürbarer Rückschlag.“

Die Rückkehr in den Vereinsalltag „ist nicht leicht“. Laut Bosch muss vermieden werden, „sich von Enttäuschung und Selbstzweifeln leiten zu lassen“. Der Blick sollte nach vorne gerichtet werden, ohne die Enttäuschung zu verdrängen. So könnte die aus Bayern-Sicht enttäuschende WM sogar positive Energie für die bevorstehende Triple-Jagd freisetzen: „Erfolg bedeutet nicht, nie zu scheitern. Erfolg bedeutet, nach Enttäuschungen aufzustehen, die richtigen Lehren mitzunehmen und mit Klarheit und Überzeugung die nächste Herausforderung anzugehen.“

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