FC Bayern: Raphael Guerreiro könnte im Winter zu Juventus wechseln
Steht dem FC Bayern ein Abgang im Winter bevor? Juventus hat offenbar Interesse an der Verpflichtung eines Spielers der Münchner.
München – Beim FC Bayern läuft sportlich derzeit alles nach Plan: Zehn Pflichtspiele, zehn Siege – die Mannschaft von Vincent Kompany ist perfekt in die Saison gestartet. Hinter den Kulissen arbeitet die Klubführung jedoch bereits an wichtigen Personalentscheidungen. Mehrere Spielerverträge laufen im kommenden Sommer aus, und bei einem Profi könnte sich nun ein schneller Abschied anbahnen.
Nach Informationen der italienischen Tuttosport steht Raphael Guerreiro ganz oben auf der Liste von Juventus. Der Vertrag des portugiesischen Außenverteidigers in München läuft zwar erst im Sommer 2026 aus, doch die Bayern planen aktuell nicht mehr langfristig mit dem 31-Jährigen. Nach seinem ablösefreien Wechsel von Borussia Dortmund vor gut einem Jahr konnte sich Guerreiro nie dauerhaft in die Startelf spielen.
In dieser Saison kommt er bislang nur auf Kurzeinsätze – im Schnitt stand er in sieben Partien lediglich rund 35 Minuten auf dem Feld. Juve hat den Linksfuß laut dem Bericht ins Visier genommen, da Trainer Igor Tudor in Turin sein System umstellt und künftig vermehrt mit einer Dreierkette spielen will.
Die derzeit verfügbaren Außenverteidiger Andrea Cambiaso, Joao Mario und Juan Cabal reichen dem Coach offenbar nicht aus. Immer wieder mussten in den vergangenen Wochen Spieler wie Weston McKennie oder Pierre Kalulu improvisiert auf der Außenbahn aushelfen. Guerreiro gilt für Juventus daher als ideale Verstärkung: international erfahren, flexibel einsetzbar, technisch stark und vermutlich im Winter für eine moderate Ablöse zu haben.
Aus Sicht des FC Bayern könnte ein Transfer im Januar ebenfalls attraktiv sein. Der Portugiese hat sportlich derzeit keinen Stammplatz und ist in der Hierarchie hinter Neuzugang Sacha Boey und Josip Stanisic zurückgefallen. Durch einen Verkauf würde der Rekordmeister das Gehaltsbudget entlasten und sogar einen kleinen Gewinn erzielen, nachdem Guerreiro 2023 ablösefrei aus Dortmund kam.
Auch für Guerreiro selbst wäre ein Wechsel nach Turin reizvoll. Bei Juventus könnte er wieder regelmäßig spielen und hätte eine Plattform, um sich für die WM 2026 zu empfehlen. Zudem gilt die Serie A als Liga, in der seine Spielweise – technisch stark, taktisch versiert und laufstark – gut zur Geltung kommen könnte.
Noch ist kein Angebot eingegangen, aber italienische Medien wie Tuttosport berichten, dass Juventus im Winter ernst machen will. Die Bayern wären wohl gesprächsbereit, zumal Max Eberl ohnehin plant, die Kaderstruktur im kommenden Sommer zu verändern und ältere, teure Ergänzungsspieler abzugeben. Sollte ein passendes Angebot kommen, könnte sich der Klub bereits im Januar von Guerreiro trennen – eine Lösung, die für alle Seiten Vorteile hätte.