FC Bayern startet stark in die Saison 2025/26
Der FC Bayern München ist hervorragend in die neue Saison gestartet. Max Eberl, der Sportvorstand, hofft auf einen Aufschwung, den er bereits während seiner Zeit bei Borussia Mönchengladbach erlebt hat.
München – Die Bundesliga-Saison 2025/26 ist erst sechs Spieltage alt, doch bereits jetzt wird über das Ungleichgewicht in der Spitzengruppe und mögliche Langeweile im Meisterschaftsrennen diskutiert. Der FC Bayern hat alle sechs Spiele gewonnen und steht wettbewerbsübergreifend bei zehn Siegen in zehn Spielen sowie einem Torverhältnis von 35:8.
Die positive Entwicklung beim deutschen Rekordmeister führt sogar zu Spekulationen über mögliche Szenarien, in denen Trainer Vincent Kompany den Verein verlassen könnte. Der Belgier hat viele seiner Kritiker eines Besseren belehrt, doch er weiß, dass die entscheidenden Monate im Frühjahr über die Bewertung der Saison entscheiden werden.
Wie viele Titel Kompany und der FC Bayern im Mai 2026 in den Händen halten werden, ist derzeit ungewiss. Der makellose Saisonstart lässt jedoch darauf schließen, dass die Münchner nicht nur in der Meisterschaft ein ernstzunehmender Anwärter sind. Eberls Hoffnung ist, dass vergangene Enttäuschungen in Erfolge umgewandelt werden.
„Jede Mannschaft hat immer einen entscheidenden Moment“, sagte Eberl nach dem 3:0-Sieg gegen Eintracht Frankfurt und erinnerte an seine erfolgreiche Zeit als Sportdirektor in Gladbach: „Nachdem wir die Relegation geschafft hatten, qualifizierten wir uns für die Champions League.“ Er verwies auch darauf, dass Jupp Heynckes 2013 mit Bayern das Triple gewann, nachdem sie 2012 im Finale gegen den FC Chelsea verloren hatten.
„Manchmal schweißen besondere Ereignisse eine Mannschaft zusammen, und das kann etwas Einzigartiges hervorbringen“, fügte Eberl hinzu. Das Ausscheiden im Champions-League-Viertelfinale gegen Inter Mailand sowie die Niederlage bei der Klub-WM gegen Paris Saint-Germain könnten solche Momente gewesen sein: „Die Zeit in Amerika war für uns als Gruppe sehr wertvoll. Manchmal entstehen neue Energien genau dann, wenn es nicht optimal läuft.“
Darüber hinaus greift in der zweiten Saison unter Kompany das Zusammenspiel immer besser. „Die Verbindung zwischen Mannschaft und Trainer ist auf dem Platz deutlich zu erkennen“, sagte Eberl und betonte, dass Sacha Boey zuletzt eine verbesserte Leistung gezeigt hat: „Die Mannschaft hat einen stabilen Kern. Das hilft jedem Einzelnen, der neu hinzukommt, da wir nach 16 gemeinsamen Monaten wissen, was wir wollen.“
In der aktuellen Phase beendet der FC Bayern seine Spiele „sehr konzentriert“, was in der vergangenen Saison manchmal gefehlt hat. „Die Art und Weise, wie wir spielen wollen, wird von der Mannschaft seit 16 Monaten intensiv vermittelt. Das mag nach außen hin leichter erscheinen, aber die Mannschaft hat viel gelernt – und wir haben einfach Freude daran.“
Der ehrgeizige Eberl träumt von weiteren Titeln, nachdem er 2023 als Sport-Geschäftsführer von RB Leipzig den DFB-Pokal gewonnen und im Mai dieses Jahres mit Bayern die Meisterschaft gefeiert hat. Hoffnung schöpft er aus der Erinnerung an den steilen Aufstieg von Gladbach im Jahr 2011 – doch in der Champions League müssen sich die Münchner den Favoritenstatus erst noch erarbeiten.