FC Bayern: Torhüter-Position bleibt vakant
Die Torhüter-Position beim FC Bayern München bleibt weiterhin unbesetzt. Eine Entscheidung bezüglich Manuel Neuer, Jonas Urbig und Alexander Nübel scheint nun gefallen zu sein.
München – Als einer der führenden Klubs in Europa strebt der FC Bayern seit Jahrzehnten danach, einen starken Rückhalt im Tor zu gewährleisten. Seit fast 15 Jahren nimmt Manuel Neuer diese Schlüsselrolle ein; 2011 schloss sich der bald 40-Jährige dem deutschen Rekordmeister an. Mit Jonas Urbig und Alexander Nübel stehen theoretisch zwei potenzielle Nachfolger bereit. Ist bereits geklärt, wer die neue Nummer Eins an der Isar werden wird?
Der Vertrag von Manuel Neuer läuft im Sommer 2026 aus. Der Weltmeister zeigt derzeit keine Anzeichen, seine Fußballkarriere bald zu beenden. Laut dem Bild-Podcast "Bayern-Insider" wird im kommenden Sommer kein neuer, international erfahrener Torhüter verpflichtet.
Nach Informationen der Bild ist klar, dass Alexander Nübel weiterhin um die Nachfolge von Neuer kämpft. Der Torhüter, der derzeit an den VfB Stuttgart ausgeliehen ist, hat noch bis 2030 einen Vertrag bei Bayern. Sollte Neuer ein weiteres Arbeitspapier in München unterzeichnen, könnte eine Rückkehr von Nübel ausgeschlossen werden, und ein Verkauf wäre möglich.
Was passiert jedoch, wenn Manuel Neuer in einigen Monaten entscheidet, seine Karriere zu beenden? In diesem Fall könnten Nübel und Urbig in einen offenen Konkurrenzkampf um die neue Nummer Eins treten. Die Bayern-Verantwortlichen sind der Meinung, dass auf diese Weise der bessere Torhüter ermittelt werden kann, und garantieren Nübel eine faire Chance.
Sportdirektor Christoph Freund bestätigte auf Nachfrage der Bild am Freitag, dass Nübel und Urbig sich im Falle eines Abgangs von Neuer beweisen dürfen. Über Nübel äußerte Freund: „Er ist unser Torwart, spielt eine gute Saison und hat sich in den letzten ein bis zwei Jahren deutlich weiterentwickelt. Alex gehört definitiv zu den besten Torhütern in Deutschland.“
Freund fügte hinzu: „Wir sind sehr froh, dass wir für die Zeit nach Manuel, wann auch immer sie kommt, gut aufgestellt sind. Die Entscheidungen werden dann getroffen. Wir sind sehr zufrieden, dass wir Torhüter in der Hinterhand haben, die aktuell auf sehr hohem Niveau spielen.“ Torwart-Trainer Michael Rechner hält regelmäßigen Kontakt zu Nübel und schätzt dessen Fähigkeiten sehr.
Urbigs Vorteil ist jedoch, dass er momentan die Nase vorn hat. „Für ihn ist es kein Problem, dass er meine Nachfolge antreten kann und wird. Er hat auf jeden Fall die Unterstützung von Sven und mir. Wir sind ein gutes Team und unterstützen uns täglich, um unsere Grenzen zu erweitern. Er hat in den Spielen bereits gezeigt, dass er es kann, und wird das weiterhin tun“, lobte Neuer.
Die positiven Bewertungen sind für Urbig ein starkes Argument, da er in der Saison 2025/26 voraussichtlich einige Spiele bestreiten darf. Ob Nübel in diesem Zusammenhang ein Nachteil sein könnte, da sein Verhältnis zu Neuer möglicherweise nicht das Beste war, bleibt abzuwarten. In den kommenden Monaten wird der 39-Jährige selbst entscheiden, wie es für ihn weitergeht, und damit auch über das Schicksal von Alexander Nübel.