FC Bayern: Training nach WM 2026 und Vorbereitung auf die neue Saison
Während fast der gesamte Kader zur WM 2026 reist, stehen die Pläne für die Zeit danach bereits fest. Beim FC Bayern bleibt kaum Zeit zum Verschnaufen, da Trainer Vincent Kompany bereits am 20. Juli mit dem Training beginnt.
München – Nach dem Turnierstress kehrt an der Säbener Straße für kurze Zeit eine fast ungewohnte Stille ein. Der Grund dafür ist ein untypischer Sommer für den FC Bayern. Ein Großteil des Kaders ist bei der WM 2026 in den USA, Kanada und Mexiko im Einsatz, weshalb der Vereinsalltag in München für mehrere Wochen nahezu zum Stillstand kommt.
Eine lange Pause bleibt jedoch nicht: Laut Informationen der Bild hat Kompany den Trainingsauftakt auf den Tag nach dem WM-Finale, dem 19. Juli, gelegt. Münchner Nationalspieler, die möglicherweise im Finale spielen, müssen sich jedoch nicht sofort am nächsten Tag beim Training melden, sondern können zunächst ihre Batterien aufladen.
Insgesamt stehen 19 Spieler im WM-Kader ihrer jeweiligen Nationalmannschaften. Dazu zählen die acht deutschen Spieler Manuel Neuer, Jonas Urbig, Jonathan Tah, Joshua Kimmich, Leon Goretzka, Aleksandar Pavlović, Jamal Musiala und Lennart Karl. Außerdem sind Dayot Upamecano und Michael Olise für Frankreich, Harry Kane für England, Luis Díaz für Kolumbien, Konrad Laimer für Österreich, Kim Minjae für Südkorea, Hiroki Ito für Japan, Josip Stanisic für Kroatien sowie Alphonso Davies für Kanada nominiert, obwohl der Außenverteidiger derzeit verletzt ist.
Zusätzlich sind Nicolas Jackson und Winterneuzugang Bara Sapoko Ndiaye für Senegal vorgesehen. Nur vier Bayern-Profis wurden nicht für das Turnier nominiert: Sven Ulreich, Tom Bischof, Serge Gnabry und Raphaël Guerreiro. Für dieses Quartett fällt die Sommerpause somit deutlich länger aus, auch wenn sie individuelle Trainingspläne erhalten, um körperlich fit zu bleiben.
Besonders Serge Gnabry kann die freie Zeit nicht vollständig genießen, da er nach einem Adduktorenriss weiterhin an seinem Comeback arbeitet und regelmäßig zur Rehabilitation an die Säbener Straße kommen muss. Bei Guerreiro ist die Situation anders: Sein Vertrag läuft aus und wird nicht verlängert, weshalb er ab dem 1. Juli nicht mehr Teil des Kaders sein wird.
Die Nationalspieler erwartet ein straffes Programm. Bereits fünf Tage nach dem geplanten Trainingsauftakt steht am 25. Juli das erste Testspiel an, wenn der FC Bayern beim Vereinsjubiläum des SV Wehen Wiesbaden antritt. Danach richtet sich der Blick schnell nach Asien, wo die Münchner Anfang August die Audi Summer Tour absolvieren. Vom 1. bis 8. August geht es zunächst auf die südkoreanische Insel Jeju, gefolgt von Hongkong.
In Hongkong warten auch die nächsten Vorbereitungsspiele. Am 4. August trifft Bayern auf Jeju SK FC, gefolgt von einem Duell mit Aston Villa am 7. August. Kurz vor dem Pflichtspielstart ist zudem am 15. August der Telekom Cup gegen RB Leipzig in der Allianz Arena angesetzt. Eines ist klar: Die Sommerpause des FC Bayern wird in diesem Jahr kaum ihrem Namen gerecht.