FC Bayern trifft auf Pafos FC in der Champions League
Der FC Bayern München steht vor seinem zweiten Gruppenspiel in der Champions League, das ihn erstmals auf eine Auswärtsreise nach Zypern zum Pafos FC führt. FCBinside bietet einen detaillierten Gegner-Check.
In München wird der zypriotische Klub als einer der unbekanntesten Gegner in der Gruppenphase wahrgenommen. Dennoch hat der Tabellenführer der zypriotischen Liga große Ambitionen und möchte den Rekordmeister überraschen.
Bereits zum Auftakt der neuen Saison gelang dem Außenseiter eine Überraschung: Vor zwei Wochen erzielte Pafos auswärts gegen Olympiakos ein Unentschieden, obwohl sie eine längere Zeit in Unterzahl spielen mussten.
Worauf muss sich Bayern also einstellen? Der Kader des zypriotischen Meisters ist nicht mit großen Namen gespickt. Die bekanntesten Spieler haben ihre besten Jahre hinter sich. Dazu zählt auch Innenverteidiger David Luiz, der in seiner langen Karriere unter anderem für den FC Chelsea und Arsenal spielte. Er ist eine wichtige Stütze in der Abwehr und fungiert als Regisseur in der Defensive.
Ein weiterer erfahrener Verteidiger ist Derrick Luckassen, der unter anderem für die PSV Eindhoven und Hertha BSC aktiv war. Ivan Sunjic, ein weiterer Ex-Herthaner, sorgt im defensiven Mittelfeld für Stabilität. Zudem gibt es Landry Dimata, der von 2017 bis 2019 beim VfL Wolfsburg unter Vertrag stand. Abgesehen von diesen Spielern besteht das Team größtenteils aus weniger bekannten Akteuren, was angesichts der Qualität der Liga in Zypern nicht verwundert.
Unbestritten hat der FC Bayern sowohl fußballerisch als auch individuell klare Vorteile gegenüber dem Pafos FC. Der Tabellenführer der Bundesliga ist auf jeder Position besser besetzt. Dennoch bringen Auswärtsspiele in der Champions League immer eine gewisse Brisanz mit sich, besonders wenn die Kräfteverhältnisse so klar verteilt sind. Pafos wird motiviert sein, Bayern von Beginn an herauszufordern, viel zu laufen und eine hohe Intensität an den Tag zu legen.
Die Mannschaft von Juan Carlos Carcedo ist fit und verfügt über ausreichend Optionen, um Spielerwechsel ohne signifikanten Qualitätsverlust vorzunehmen. Zudem sind sie im Konterspiel gefährlich, wobei die Flügelspieler um Jaja für Tempo sorgen und auch die Außenverteidiger im Umschaltspiel eine wichtige Rolle spielen können. Eine solide Konterabsicherung wird für Bayern daher essenziell sein.
Darüber hinaus ist die zypriotische Mannschaft physisch stark. Sie scheuen keine Zweikämpfe, blocken gegnerische Schüsse und Angriffe und sind auch bei Standardsituationen nicht zu unterschätzen. Bayern wird es daher auch obliegen, unnötige Eckbälle und Freistöße für den Gegner zu vermeiden. Wenn dies gelingt und sie die oft taktisch klug agierende Mannschaft stets fordern und in Bewegung halten, sollte einem zweiten Sieg in der Königsklasse nichts im Wege stehen. (Dieser Artikel entstand in Kooperation mit FCBinside.de)