FC Bayern: Verletzung von Talent Jonas Urbig trifft den Verein hart
Das Verletzungspech beim FC Bayern München reißt nicht ab. Nun hat es ausgerechnet ein vielversprechendes Talent getroffen, das in dieser Saison auf mehr Spielzeit gehofft hatte.
Jonas Urbig hat sich im Training eine Muskelverletzung zugezogen. Laut einer Mitteilung des FC Bayern handelt es sich um einen Muskelfaserriss in der Adduktorenregion. Obwohl der Verein keine genaue Ausfallzeit genannt hat, muss erfahrungsgemäß mit einer Pause von etwa drei bis vier Wochen gerechnet werden. Die BILD berichtet von einer voraussichtlichen Ausfallzeit von rund drei Wochen.
Der 22-Jährige hatte in der Saisonvorbereitung mit starken Leistungen auf sich aufmerksam gemacht und galt als die feste Nummer zwei hinter Manuel Neuer. Der tz zufolge war ihm eine „hohe einstellige Anzahl“ an Einsätzen in verschiedenen Wettbewerben in Aussicht gestellt worden. Der Ausfall trifft Urbig daher nicht nur körperlich, sondern auch sportlich zur Unzeit.
Für den deutschen Rekordmeister stellt die Verletzung ebenfalls einen Rückschlag dar. Zwar gilt Neuer intern weiterhin als gesetzt, doch angesichts seiner langen Verletzungshistorie hatte man Urbig als verlässliche Alternative aufgebaut. Aufgrund seiner Ruhe am Ball und starken Strafraumbeherrschung wurde er zunehmend als wichtiger Bestandteil des Torwartteams angesehen. Mit dem Ausfall rückt nun Leon Klanac als dritter Torwart in den Fokus. „Was wir mit Jonas besprochen haben, als er zu uns kam, hat sich nicht geändert“, erklärte Sportdirektor Christoph Freund und fügte hinzu: „Manu ist in Topform, und darüber sind wir sehr froh.“
Dennoch dürfte Urbigs Ausfall die Hoffnung verstärken, dass Neuer verletzungsfrei durch die kommenden Wochen kommt. Auch in der Defensive muss Trainer Vincent Kompany derzeit improvisieren, da Josip Stanisic, Hiroki Ito, Alphonso Davies und Raphael Guerreiro verletzungsbedingt nicht zur Verfügung stehen. Immerhin konnte bei Minjae Kim nach einem Schreckmoment in Hoffenheim Entwarnung gegeben werden – der Südkoreaner könnte schon bald wieder einsatzbereit sein.