FC Bayern verpflichtet Daniel Fradley als Co-Trainer
Gute Nachrichten für Vincent Kompany, den Cheftrainer des FC Bayern München: Der Verein hat seinen ersten Winter-Transfer bekannt gegeben – der neue Mitarbeiter kommt von Manchester City.
In München wurde am Freitagvormittag mitgeteilt, dass Daniel Fradley künftig das Trainerteam des deutschen Rekordmeisters verstärkt. Der 35-Jährige war zuletzt als Chef-Analytiker bei Manchester City unter Pep Guardiola tätig und blickt auf eine achtjährige Karriere beim New York City Football Club in der MLS zurück. Nun beginnt er seine Arbeit in München, sehr zur Freude von Chefcoach Vincent Kompany.
Obwohl Fradley auf der Vereinswebsite offiziell als „Co-Trainer“ bezeichnet wird, agiert der Engländer normalerweise eher im Hintergrund und unterstützt Kompany insbesondere bei der Spielvorbereitung und der Gegneranalyse. Die Analyse-Abteilung des FC Bayern bestand bisher aus vier Mitgliedern: Michael Niemeyer (Leiter), Michael Cuper, Maximilian Schwab und Giacomo Stey. Mit Fradley wird das Team nun um einen fünften Mann erweitert.
Das traditionelle Co-Trainerteam, bestehend aus Aaron Danks, René Maric, Floribert Ngalula, Michael Rechner (Torwarttrainer) und Walter Gfrerer (Head of Performance), bleibt von dieser Personalie unberührt. Erst im Dezember hatte der bayerische Vorzeigeverein bekannt gegeben, dass die Verträge der Assistenten bis 2029 verlängert wurden. Sportvorstand Max Eberl wurde in der damaligen Pressemitteilung mit den Worten zitiert: „Mit dieser eingespielten Konstellation wollen wir unseren eingeschlagenen Weg weitergehen und gemeinsam die Herausforderungen der Zukunft angehen.“
Die Bedeutung seines Trainerteams für Kompany wird durch die Tatsache unterstrichen, dass jeder Profi einen persönlichen Coach aus dem Trainerteam zugeordnet bekommt. Diese Zuordnung erfolgt oft aufgrund der Beziehungen zu den Spielern oder wird direkt von Kompany festgelegt. Anhand von Spiel- und Trainingsbeobachtungen erhalten die Spieler Feedback von Kompanys Assistenten N'Galula, Maric, Danks oder von Kompany selbst. Daten spielen dabei nur eine untergeordnete Rolle.
Diese Gespräche werden als „ID-Gespräche“ bezeichnet, wobei ID für „Individual Development“ steht, also individuelle Entwicklung. Kompany nimmt teilweise an diesen Gesprächen teil, die stattfinden, wenn es etwas zu besprechen gibt. Der 39-Jährige kümmert sich zudem persönlich um einzelne Spieler und erhält bei Analysearbeiten künftig tatkräftige Unterstützung von Fradley.