FC Bayern wehrt sich gegen überzogene Sicherheitsmaßnahmen in Paris

FC Bayern wehrt sich gegen überzogene Sicherheitsmaßnahmen in Paris

Bei einem Champions-League-Spiel sorgten überzogene Sicherheitsmaßnahmen der Pariser Polizei für Unmut. Der FC Bayern München will sich dies nicht gefallen lassen.

Paris / München - Jan-Christian Dreesen, Vorstandsvorsitzender des FC Bayern, hat sich erneut deutlich über die Auseinandersetzung mit den Pariser Behörden geäußert. Nach der Bundesliga-Partie gegen den SC Freiburg (6:2) betonte der CEO des Rekordmeisters, dass die massiven Einschränkungen für die mitgereisten Fans nicht unbeantwortet bleiben werden. In einem Interview mit SPORT1 kündigte er an: „Die haben uns geschrieben, das ist richtig. Wir werden juristisch gegen das Vorgehen vorgehen.“

Der 58-Jährige berichtete über den aktuellen Stand der Dinge: „Sicherlich haben sie uns angedroht, dass beim nächsten Mal gar keine Fans mehr kommen dürfen. Deswegen werden wir das nicht auf uns sitzen lassen.“ Die rechtlichen Schritte des FC Bayern richten sich gegen eine kurzfristig erlassene Verfügung der Pariser Polizeipräfektur, die einen Tag vor dem Champions-League-Spiel gegen Paris Saint-Germain (2:1) in Kraft trat.

Diese Verfügung ordnete an, dass sämtliche 15 Fanbusse des FC Bayern an einer Mautstelle außerhalb der Stadtgrenzen Halt machen müssen und erst von dort unter Polizeibegleitung zum Stadion gebracht werden dürfen. Die Verantwortlichen des Rekordmeisters reagierten sofort mit einem Eilantrag, konnten sich jedoch vor Gericht nicht durchsetzen. Laut Dreesen wird der Verein die Angelegenheit jedoch nicht einfach ruhen lassen.

Die Pariser Maßnahmen trafen die FCB-Anhänger besonders hart, da die Umstände nahezu skandalös waren. Wer mit dem Bus anreiste, musste bis zu sieben Stunden warten, und das an einem Ort ohne ausreichende Toiletten oder Verpflegung. Selbst bereits in Paris eingetroffene Busse wurden angewiesen, zurückzufahren und sich an der Sammelstelle einzureihen. Dreesen bezeichnete den Umgang mit den Anhängern als „willkürlich“ während eines Banketts nach dem Triumph der Mannschaft in Paris.

Der Klub zeigte sich über die extrem kurzfristige Anordnung überrascht. Internen Informationen zufolge waren zuvor alle relevanten Informationen rechtzeitig an die zuständigen französischen Behörden übermittelt worden. Daher kam die Verfügung völlig unerwartet, selbst beim Heimverein Paris Saint-Germain gab es Widerspruch gegen die Polizeimaßnahmen.

Bereits am Spieltag nutzten die Verantwortlichen des FC Bayern alle juristischen Möglichkeiten: „Dieses Vorgehen ist beispiellos. Wir haben über Nacht einen Gerichtstermin für den heutigen Mittag vor Ort in Paris erwirkt, bei dem unsere Vertreter gegen diese Verfügung vorgegangen sind“, so Dreesen. Dieser Versuch war bekanntlich erfolglos, doch an der Säbener Straße will man sich damit nicht zufrieden geben. Dreesens klare Botschaft an die Pariser Behörden: Der FC Bayern lässt sich nicht einschüchtern!

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