FC Bayern zieht sich aus Wettbieten um Anthony Gordon zurück

FC Bayern zieht sich aus Wettbieten um Anthony Gordon zurück

Der FC Bayern München ist nicht dafür bekannt, in finanziellen Angelegenheiten riskante Entscheidungen zu treffen. Daher hat sich der Verein auch nicht auf ein Wettbieten mit dem FC Barcelona um den 17-fachen englischen Nationalspieler Anthony Gordon eingelassen.

Max Eberl, Sportvorstand des FC Bayern, bestätigte kürzlich das Interesse des Vereins an Gordon, der derzeit bei Newcastle United spielt. Bereits vor den öffentlichen Äußerungen von Uli Hoeneß zur Zukunft des Münchner Sportchefs, die als Mahnung interpretiert werden konnten, war klar, dass der deutsche Rekordmeister nicht bereit war, mehr als den mit 60 Millionen Euro geschätzten Marktwert für den 25-Jährigen zu zahlen. Gordon wurde in München vor allem als Backup für Luis Díaz auf der linken Außenbahn gehandelt.

Newcastle United hielt dies jedoch für unzureichend, möglicherweise auch der Spieler selbst. Daher ist es nicht überraschend, dass der Premier-League-Verein nun einen Transfer mit dem FC Barcelona vereinbart hat. Die Katalanen sind bereit, die geforderte Ablösesumme von über 80 Millionen Euro zu zahlen.

Laut der in Newcastle ansässigen CronicleLive deutete sich am Mittwoch ein Wettbieten zwischen dem FC Bayern und Barcelona an, aus dem sich die Münchner jedoch schnell zurückzogen, als Barça finanziell nachlegte. Die Verantwortlichen an der Säbener Straße waren offensichtlich nicht bereit, Summen zu zahlen, die sie als wirtschaftlich nicht sinnvoll erachteten.

Obwohl Gordon nicht positionsgetreu spielt, wird er beim amtierenden spanischen Meister voraussichtlich eine bedeutendere Rolle als in München übernehmen, möglicherweise als Nachfolger von Robert Lewandowski. Berichten zufolge hat er sich bereits von seinen Mitspielern und dem Trainerteam in Newcastle verabschiedet. Nach dem obligatorischen Medizincheck wird er voraussichtlich einen Fünfjahresvertrag bis 2031 beim FC Barcelona unterzeichnen.

In der katalanischen Metropole erwartet den 25-Jährigen, der in der vergangenen Saison mehr Tore in der Champions League (10 Tore) als in der Liga (6 Tore) erzielte und seit März aufgrund einer Verletzung nur einen Einsatz hatte, ein lukrativer Vertrag. Gerüchte besagen, dass er künftig rund 17 Millionen Euro pro Jahr verdienen wird, eine Summe, die die Verantwortlichen in München ebenfalls nicht bereit waren zu zahlen.

Obwohl Gordon als Wunschspieler galt und bereits Gespräche geführt wurden, wird der FC Bayern diese vermeintliche „Niederlage“ wohl verkraften können. Die Offensive des Vereins spielte in der vergangenen Saison eine herausragende Rolle mit zahlreichen Torrekorden. Nach dem Abgang von Leihspieler Nicolas Jackson muss lediglich eine sinnvolle Ergänzung gefunden werden. Möglicherweise ist mit dem Rückkehrer Arijon Ibrahimović bereits eine Lösung im Verein vorhanden. Der U21-Nationalspieler konnte trotz des Abstiegs in Heidenheim überzeugen.

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