FC Köln unterliegt Union Berlin in der Nachspielzeit

FC Köln unterliegt Union Berlin in der Nachspielzeit

Der 1. FC Köln trat gegen Union Berlin an, wo der ehemalige FC-Trainer Steffen Baumgart auf der gegnerischen Bank saß. Kölns Trainer Lukas Kwasniok hatte sich zu diesem Anlass einen festlichen Weihnachtspullover angezogen. Doch das schien nicht zu helfen.

Köln verlor das Spiel mit 0:1, nachdem Union in der Nachspielzeit traf. Zu allem Überfluss sah Rav van den Berg kurz zuvor die Rote Karte. Der FC wartet nun seit sechs Spielen auf einen Sieg, mit vier Niederlagen und zwei Unentschieden. Entsprechend enttäuscht sanken die Spieler nach dem Kampf gegen Union auf den Rasen. Es war eine unglückliche und bittere Niederlage.

Anstatt im Tabellenmittelfeld zu überwintern, bleibt Köln mit 16 Punkten in der Gefahrenzone, da der Abstand zu den Abstiegsplätzen weiter schmelzen könnte. St. Pauli spielt morgen in Mainz. Trotz der Niederlage erhielten die Kölner Spieler von den Fans lautstarke Unterstützung und Trost.

Die FC-Legende Lukas Podolski (40) verfolgte das Spiel live im Stadion und sah eine starke Anfangsphase der Kölner. Endlich schien es, als würde der FC wieder offensiv agieren.

In der 9., 23. und 25. Minute sorgte Jakub Kaminski als Linksaußen für die besten Chancen der Kölner in der ersten Halbzeit. Er spielt jedoch nur auf dieser Position, wenn Said El Mala nicht auf dem Platz steht.

El Mala war nach drei Spielen erstmals nicht in der Startformation. Der Plan von Kwasniok war es, den Gegner zunächst müde zu spielen, um dann die Stärken von El Mala auszuspielen.

Union Berlin kam kaum zu Chancen, versuchte es hauptsächlich über Standardsituationen, aus denen sie in dieser Saison über die Hälfte ihrer Tore erzielt haben. Der von Baumgart einst propagierte Power-Fußball war nicht mehr zu erkennen. So ging es torlos in die Halbzeitpause.

Köln brachte Marius Bülter für Ragnar Ache in der 58. Minute ins Spiel. In der 68. Minute rief das gesamte Stadion den Namen von Said El Mala, der eingewechselt wurde, auch Denis Huseinbasic durfte mitspielen. Jan Thielmann und Tom Krauß mussten dafür weichen.

Doch die Einwechselspieler der Kölner konnten keinen entscheidenden Impuls setzen. Es schien fast so, als könnten beide Mannschaften mit einem Unentschieden leben, als es plötzlich turbulent wurde.

Kölns Rav van den Berg verhinderte als letzter Mann ein Zuspiel der Berliner mit der Hand. Er selbst beteuerte, dass der Ball lediglich an seine Schulter gesprungen sei, doch Schiedsrichter Christian Dingert zeigte sofort die Rote Karte und wurde auch vom VAR nicht überstimmt.

Wenig später hatten die dezimierten Kölner Glück, als der Ball Kaminski im eigenen Strafraum an die Hand sprang, aber zuvor von seinem Fuß kam – somit gab es keinen Strafstoß für Union.

Die Berliner hatten dann die große Chance, doch Bülter konnte auf der Linie klären. In der 90.+1 Minute kam der Schock für die Kölner: Andras Schäfer, der erst in der 86. Minute eingewechselt wurde, schoss aus 20 Metern und ließ Marvin Schwäbe keine Chance.

Die Kölner starteten mit vier Veränderungen in das Spiel gegen Union: Dominique Heintz, Ragnar Ache, Isak Johannesson und Kristoffer Lund begannen für Denis Huseinbasic, Luca Waldschmidt (krank), Said El Mala und Marius Bülter.

Die Startelf des FC gegen Union war: Schwäbe – Heintz, Martel, van den Berg – Lund, Johannesson, Krauß, Sebulonsen – Kaminski, Thielmann – Ache.

Topics

Related news