FC Schalke 04 kehrt in die Bundesliga zurück: Moussa Sylla bleibt Teil des Teams
Im Winter war Moussa Sylla bereits auf dem Weg in die USA, doch nur wenige Monate später feierte er den Aufstieg im königsblauen Trikot. Wie geht es nun für ihn weiter?
Gelsenkirchen – Seit dem vergangenen Samstag steht fest: Der FC Schalke 04 kehrt in die Bundesliga zurück. Ein früher Treffer von Kapitän Kenan Karaman reichte den Königsblauen, um Fortuna Düsseldorf mit 1:0 zu besiegen und den Aufstieg zu sichern. In der Sturmspitze der Schalker stand über 80 Minuten ein Spieler, der eigentlich nicht mehr im Team sein sollte.
Moussa Sylla war im vergangenen Winter bereits auf dem Weg zur Major League Soccer (MLS), um beim New York City FC zu spielen. Doch der Transfer scheiterte nicht nur in der Schlussphase, sondern bereits an der Ziellinie. „Die Verträge waren nicht nur ausgehandelt, sondern bereits unterschrieben“, erklärte Sportvorstand Frank Baumann damals und beschuldigte den US-Klub, „einen nicht bestandenen Medizincheck vorzuschieben und damit eine Klausel im Vertrag zu aktivieren“.
So blieb der Malier auch in der Rückrunde Teil des Teams von Trainer Miron Muslic und konnte nun den Aufstieg mit der Schalker Elf feiern. Im Saison-Endspurt war er, nach dem Ausfall von Star-Stürmer Edin Džeko, entscheidend an Schalkes Punktgewinnen beteiligt. In den letzten vier Begegnungen stand er stets in der Startelf und erzielte zwei Tore sowie eine Vorlage. Dies wirft die Frage auf, ob Sylla möglicherweise doch eine Zukunft in Königsblau hat.
„Moussa fühlt sich bei Schalke grundsätzlich wohl“, erklärte Baumann in der Talkrunde Sky90. „In der vergangenen Saison haben wir in der 2. Bundesliga gespielt und er hatte mehrere lukrative Angebote. Es ist verständlich, dass ein Spieler sich damit beschäftigt – und ehrlich gesagt war es auch für Schalke nötig, einige Transfererlöse zu erzielen.“ Der geplatzte Winterverkauf hätte dem Verein schätzungsweise sieben Millionen Euro eingebracht.
Bereits im Sommer 2025 gab es Interesse an dem Schalker Angreifer. Baumann erinnerte sich: „Im letzten Sommer war die Situation so: Wir mussten einen Transferüberschuss von zehn Millionen Euro erzielen, und das mit einer Mannschaft, die den zehnten und vierzehnten Platz belegt hat. Es ist klar, dass ein Spieler, der in der letzten Saison zweistellig getroffen hat, als potenzieller Verkaufskandidat gilt.“
Zu diesem Zeitpunkt hatte Schalke zwei schwierige Saisons nach dem Abstieg 2023 hinter sich, weshalb man Sylla „unter gewissen Bedingungen gehen lassen wollte“. Doch kaum ein Jahr später hat sich die Situation auf Schalke erheblich verändert. „Jetzt spielt Schalke wieder in der ersten Liga, und ich glaube, dass es für ihn weniger Gründe gibt, wegzugehen“, so Baumann. Ob Sylla also auch in der kommenden Saison in königsblau zu sehen sein wird, bleibt spannend. Das gilt auch für den 40-jährigen Edin Džeko.